Kleingärtner bewässern ihren Garten. Im Verbandsgebiet Strausberg Erkner muss Wasser gespart werden. dpa

Im Einzugsgebiet des Wasserverbands Strausberg-Erkner wird das Wasser knapp. Neue Unternehmen und ein hoher statistischer Wasserverbrauch bei Privatkunden lassen den Verband jetzt zu drastischen Maßnahmen greifen.

Der Wasserverband Strausberg-Erkner (WSE) hat damit begonnen, das Wasser für Privathaushalte in seinem Verbandsgebiet zu rationieren. Das berichtet der rbb und beruft sich auf eine Mitteilung des Verbandes.

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Neu Zuziehende dürfen nur noch begrenzt Wasser verbrauchen

Neu Zuziehende mit einem neuen Wasseranschluss im neuen Haus dürfen nur noch 105 Liter Wasser pro Person am Tag verbrauchen. Wer mehr Wasser braucht muss mehr zahlen. Im Moment, so der Bericht des rbb liege der statistische Wasserverbrauch bei 175 Litern pro Person und Tag und damit weit über dem bundesdeutschen Durchschnitt von 126 Litern pro Person und Tag.

Ein Grund: die Berliner Kleingartenbesitzer, die übers Wochenende kommen aber nicht im Verbandsgebiet gemeldet sind.

Berliner Kleingärtner zapfen am Wochenende viel Wasser

Die zapfen Wasser ab um Gurken und Rasen zu wässern, gehen aber nicht in die Einwohnerstatistik ein. So erhöht sich der statistische Pro-Kopf-Verbrauch, der mit der Rationierung gesenkt werden soll. Ab 2025, so der rbb, sollen diese Regeln für alle Privatverbraucher gelten. Kontrollieren will der Wasserverband den Verbrauch des kostbaren Wassers über die Jahresabrechnung.

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dpa
Das neue Werk der Tesla-Fabrik Berlin Brandenburg. Auch der Wasserverbrauch hier ist gedeckelt.

Wenn der tägliche Durchschnittsverbrauch höher als die Begrenzung auf 105 Liter pro Person pro Tag sei, soll es Geldstrafen geben. Zur Höhe wollte sich der Verband noch nicht äußern. Auch der Wasserverbrauch von Unternehmen soll in der Region beschränkt werden. Mehr Wasser fördern erlaubt das Land Brandenburg nicht. So ist der  Verbrauch des neuen Tesla-Werks bereits vertraglich begrenzt. Weitere Unternehmen werden folgen müssen.