Das Café Kranzler am Kurfürstendamm ist ein beliebter Treffpunkt der mondänen Gesellschaft. Auf diesem Bild von 1937 posieren zwei junge Damen in eleganten Kostümen für Modeaufnahmen. Foto: dpa / pictute alliance / ullstein bild

Mode ist weit mehr als schicke Bekleidung. Gerade im Berlin der 1920er-Jahre stand sie für Lebensgefühl und für den Ausdruck von Individualität. Das ist lange her. Mit Steuergeldern finanzierte Berliner „Fashion Shows“ finden in den internationalen Medien kaum Beachtung. Sie sind zu Insidertreffen einer marginalisierten Gruppe von Designern geworden, die keinen Platz mehr in London, Mailand oder New York finden.

Die deutsche Modemüdigkeit liegt aber nicht am Publikum, sondern an den fehlenden Ideen der Modegestalter und der fehlenden Basisschulung, die genau solche fördern könnte. Mit dem Tod von Karl Lagerfeld im Februar 2019 endete die Ära der in Deutschland geborenen und weltweit anerkannten Modemacher; neue Talente finden weder öffentliche Anerkennung noch Förderung. Selbst nachhaltige Mode „created in Germany“ ist bis heute ein Nischenprodukt.

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Wie kam es, dass die Berliner Mode, einst weltweit geschätzt, auf einem so niedrigen Niveau landete? Als junger Journalist wurde ich ganz zufällig Mode-Reporter. Kurz nachdem ich angefangen hatte, traf ich auf Modenschauen in Paris und London ältere Damen und Herren, die früher als Modedesigner – oder „Konfektionäre“, wie man sie seinerzeit nannte – in Berlin gearbeitet hatten.

Einige erzählten mir ihre Lebensgeschichte; andere schrieben mir und schickten Pakete mit Fotos, Zeichnungen und Geschäftsbriefköpfen der Unternehmen, die sie einst in Berlin beschäftigt oder die sie selbst besessen hatten. Eine dieser Zeitzeugen war Lissy Edler, später Alice Newman, die an der kunstorientierten Reimann-Schule in Berlin studiert und Karriere als Modellzeichnerin gemacht hatte. Von ihr lernte ich, dass die Berliner Mode mehr war als preiswerte Alltagskleidung.

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Berliner Mode und Berliner Modemacher haben eine Geschichte. Dass sie bis heute fast unbekannt ist, liegt an der Berliner Modeindustrie und deren Verbänden, die von 1948 bis heute alles taten, um die Tradition der jüdischen Modeschaffenden vergessen zu machen. Lissy Edler, 1901 geboren, war fasziniert von Malerei, Theater und Tanz – und von der neuen Mode, die mit dem Aufblühen der Stadt entstand. So wurde das junge Talent bei der Tageszeitung „B.Z. am Mittag“ als Zeichnerin für die täglichen Modeseiten eingestellt.

Danach stieg sie zur Top-Designerin für große Unternehmen im Berliner Modezentrum auf, darunter die renommierte Firma Löb & Levy in der Krausenstraße 38/39. Lissy Edler musste 1936 unter dem Druck der Nationalsozialisten Berlin verlassen, sie flüchtete nach London. Als die Bürokraten des Berliner Wirtschaftsministeriums im November 1939 begannen, die Zahl der jüdischen Bekleidungsunternehmen zu registrieren, konnten sie zufrieden sein: Von den einst etwa 2700 jüdischen Modefirmen im Herzen Berlins und am Hausvogteiplatz gab es gerade noch 40 kleinere Unternehmen, die nun ebenfalls auf der Abschussliste standen.

Den Hausvogteiplatz zieren heute aufwändig restaurierte Häuser. Das Mahnmal „Denkzeichen Modezentrum Hausvogteiplatz“ erinnert an die Zerstörung jüdischer Firmen.  Foto: dpa picture alliance / imagebroker / Ingo Kuiza

Eine hundertjährige Tradition Berliner Modeschaffens wurde brachial zerstört, ausgeraubt und vernichtet. Berliner Mode war begehrt, ein Exportschlager; sie war innovativ und beeinflusste vor allem die Kultur der 1920er-Jahre. Schriftsteller und Komponisten, Regisseure, Schauspieler und Architekten orientierten sich am kreativen Einfluss der Branche, genau wie die Käuferinnen.

Mode und Modegeschäfte, Trends und Spaß an neuer Kleidung als Ausdrucksmittel eines Lebensgefühls – das war im 19. Jahrhundert noch einer kleinen Oberschicht vorbehalten. Berlins internationales Flair wurde erst nach dem Ersten Weltkrieg geschaffen, auch durch die Mode. Eine geradezu explodierende Zahl weiblicher Angestellter in den Verwaltungsbüros nahm die Möglichkeit, sich für wenig Geld saisonal neu einzukleiden, gerne an. Was war nun seit der Machtergreifung der Nazis im Jahr 1933 in der Berliner Mode passiert?

Warum wurde eine Branche, die einst als eines der größten Profitzentren deutscher Innovation galt, die eine weltweite Reputation hatte und rund 100.000 Arbeitsplätze garantierte, so konsequent vernichtet? Und vor allem: Wie kommt es, dass sich heute kaum jemand an die Geschichte dieser Kulturleistung und an die Modedesigner erinnert oder erinnern möchte, die den einst legendären Berliner Chic prägten?

Vor der Machtergreifung der Nazis ist Berlin eine Modemetropole. Der Boykott jüdischer Geschäfte beginnt kurz darauf. Das Foto zeigt die zerschlagenen Scheiben eines jüdischen Geschäfts nach den Attacken am 11. November 1938. Der Gewerbebetrieb Hermann & Frotzheim verkaufte Männermode. Foto: imago images / United Archives International

Eine Zeitzeugin, Ruth Hamburger, gelernte Schneiderin, schreibt über die Pogromnacht im Jahre 1938: „Am 10. November hatte ich schon von den Unruhen in der Nacht erfahren, wusste aber nicht mehr darüber. Gegen 11 Uhr kamen gleich mehrere junge Männer in die Werkstatt, die Hakenkreuz-Binden am Oberarm trugen. Sie gingen direkt durch die Werkstatt, pöbelten alle an, die sich ihnen in den Weg stellten, (…) nahmen noch nicht fertige Mäntel mit. Als wir aus dem Fenster schauten, sahen wir, wie einige Nazis aus anderen Gebäuden auf dem Hausvogteiplatz ein Feuer mit Bekleidung anzündeten (…) Mir wurde an dem Tag klar: Ich kann nicht länger in Berlin bleiben.“

Alles, was einst die Attraktivität der Mode in Berlin ausgemacht hatte, war für die Nazis verabscheuungswürdig. Vor allem lehnten sie das seit 1905 entstandene neue Frauenbild ab. Emanzipation und Selbstständigkeit widersprachen dem NS-Ideal der Frau am Herd und Dienerin des völkischen Wohls durch zahlreiche „arische“ Kinder.

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Die 1812 neu geschaffene Gewerbefreiheit für Juden machte es jüdischen Schneidern und Geschäftsleuten leichter, Unternehmen in der schnell wachsenden Großstadt zu gründen. Berlin wurde rasch zu einem florierenden Zentrum des Unternehmertums, vergleichbar mit den Start-ups der digitalen Industrie heute. Jüdische Textilhändler, Schneider und Stofflieferanten hatten, anders als die traditionellen ständischen Handwerkskammern, größere Branchenerfahrung und waren für neue Entwicklungen offener.

International aufgestellte Textilfirmen nutzten die neuen Verkehrswege zum Import außergewöhnlicher Stoffe. Die jüdischen Bekleidungsfabrikanten orientierten sich schnell an Pariser oder Londoner Modetrends. Ende 1840 gab es in Berlin bereits 100 Bekleidungsunternehmen, darunter die Firmen von Valentin Manheimer, Hermann Gerson, Nathan Israel und David Leib Levin. Sie waren die eigentlichen Erfinder einer Bekleidung, die nach standardisierten Maßen und Größen hergestellt wurde.

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Die serielle Fertigung von qualitativ hochwertiger und stilvoller Bekleidung war eine Revolution, entsprach aber dem raschen Wachstum des Bedarfs im Jahrhundert der Industrialisierung und Verstädterung. Den Kunden gefiel das Angebot moderner Mode zu vernünftigen Preisen, und sie kümmerten sich nicht darum, ob die Kleidung in jüdischen Unternehmen hergestellt wurde.

Um die vorletzte Jahrhundertwende entstanden die eleganten Warenhäuser wie Tietz, Gerson, Nathan Israel und Wertheim. Selbst in dem harten internationalen Wettbewerb konnte sich die neue Modewelt in Berlin mit ihrer außergewöhnlich feinen Kleidung, die zumeist nach Pariser Vorbild gefertigt wurde, durchsetzen.

Diese jungen Frauen lassen sich 1926 am Berliner Lette-Verein zu Modezeichnerinnen ausbilden. Der Verein ist bereits im Jahr 1866 gegründet worden – zur „Förderung der Erwerbstätigkeit des weiblichen Geschlechts“. Foto: dpa picture alliance / ullstein bild

In den 1920er-Jahren löste eine neue Elite der erstklassigen Modegestalter wie Hansen Bang, Ludwig Lesser, Norbert Jutschenka, Kersten & Tuteur, Seeler & Cohn das letzte Jahrhundert endgültig ab. Vorbei war die Zeit des Korsetts in der Damenmode, das den Frauen Luftnot und Bewegungsunfähigkeit bescherte. Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner stöhnte 1903: „Das Korsett ist eine Qual; die Knechtschaft der Mode ist eine Qual (…).“

Nun waren lässig geschnittene Kleider Zeichen der weiblichen Emanzipation, die Hose war nicht mehr ein Männerprivileg. Rock- und Kleiderlängen wanderten hoch, die Taillenlinie senkte sich bis zur Hüfte. Die prächtige Warenwelt der Kaufhäuser bediente die Wünsche nach Modernität und Unterhaltung, und schnelle Stilwechsel förderten die Bereitschaft, öfter neue Kleidung zu kaufen.

In Berlin wurden Trends geschaffen, unterstützt von unzähligen Modezeitschriften. Der Schriftsteller Franz Hessel beobachtete die Veränderungen im Stadtbild Ende der 1920er-Jahre mit Aufmerksamkeit und bemerkte mit einem Seitenhieb auf Paris, „die Berlinerin kann sich an Eleganz mit den besten Europäerinnen messen“.

Die Schnittmusterabteilung im Warenhaus Wertheim an der Leipziger Straße 1925. Foto: dpa picture alliance / akg images

Mode wurde essenzieller Bestandteil des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens. Berlin stieg zur Welthauptstadt von Film, Revue, Kabarett, Theater und Architektur auf. Konfektionäre waren als Kostümdesigner tätig. Die Malerin Jeanne Mammen wie der Expressionist Ernst Ludwig Kirchner waren von der changierenden Modewelt rund um den Hausvogteiplatz fasziniert.

Die Modegestalter wiederum griffen Motive der Kunst auf und produzierten Bekleidung, die man vorher noch in Gemäldeausstellungen gesehen hatte. Ein neuer Frauentyp entstand, die Garçonne. Was zuerst nur als Kurzhaarschnitt begann, wandelte sich zu einem Modetyp, der Verwirrung stiftete. „Frauen, die aussehen wie ein Mann, aber junge Mädchen sind. Frech, frei und etwas verrucht“, schrieb die Presse. Damit einher gingen neue Tänze und dynamische, schnelle Bars der lesbischen und schwulen Szene.

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Bauhaus-Studenten und -Lehrer gründeten die Stilzeitschrift „Die Neue Linie“. Die Kunst stimulierte die Mode, die Mode die Kunst. So auch im Film. Josef von Sternberg, Regisseur des Films „Der Blaue Engel“, und die Kostümbildner Varady und Holub kreierten den unverwechselbaren „Marlene-Dietrich-Style“, eine Mischung aus herbem Charme im Männeranzug mit begehrenswerter wie bedrohlicher Strenge. Dazu die Musik von Friedrich Holländer, der ein großer Verehrer der Berliner Mode war und sich gerne von ihr inspirieren ließ.

Aber so sehr sie und viele andere Künstler die oft hektisch überdrehte, lebenslustige Atmosphäre bei den Konfektionären am Hausvogteiplatz genossen, so vehement wurde diese künstlerisch große Zeit von den rechtspolitischen Nationalisten verabscheut. Obwohl es keine explizit ausformulierte NS-Moderichtlinie gab, wurde die noch immer einflussreiche Stilentwicklung der 1920er-Jahre als „dekadent und jüdisch“ stigmatisiert.

Der von den Nazis als „Arisierung“ euphemisierte Prozess der Enteignung und Entrechtung jüdischer Unternehmen und Bekleidungsfirmen zwischen 1933 und 1939, von staatlichen Behörden, Banken, privaten Geschäftsführern, Modeverbänden, Designern und Versicherungen durchgeführt, war die große Stunde der vielen Modemacher, denen ihre jüdischen Kollegen nicht passten. 2000 jüdische Berliner Modefirmen wurden zum Verkauf zu einem Bruchteil des eigentlichen Werts gezwungen, in die Insolvenz und den Bankrott.

Sie gerieten nicht selten in die Hände von Mitgliedern oder Sympathisanten der NSDAP. Was mit den jüdischen Modefirmen und deren Eigentum geschah, war ein rücksichtsloser, unverhohlener, staatlich organisierter Raubzug, der auf eine willfährige Gruppe von deutschen Modeschaffenden traf, die ihren Judenhass zu Geld machen konnten. Mit dabei unter anderen: Heinz Schulze-Varell, Rolf und Herbert Horn, Bertram von Hobe, Förster & Co. Fast allen gelang nach dem Kriegsende 1945 eine neue Karriere.

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Die Behörden beschlagnahmten Tausende von Nähmaschinen ehemaliger jüdischer Unternehmen und schickten die Menschen in Zwangsarbeitsfabriken und Ghettos in der Nähe von Konzentrationslagern. Den neuen Besitzern kam das gerade recht: Sie schickten ihre Modeentwürfe und Bestellungen an die Ghettoverwaltungen der Zwangsarbeitslager in Auschwitz-Birkenau, Lodz und 18 weiteren Lagern. Der Gipfel der NS-Perfidie: Im (Mode-)„Salon Auschwitz“ mussten die Zwangsarbeiter für die Frauen der KZ-Aufseher Modellkleidung nähen.

So entstand unter anderem der Aufstieg vieler namhafter Modefirmen der Nachkriegszeit, wie Hugo Boss und C&A, von Unternehmern wie Herbert Tengelmann oder Josef Neckermann: als prominente Treiber der Zwangsarbeit. Sie alle nutzten die Gunst der Zeit und ihrer Loyalität zum NS-Regime, sie verstanden die Anforderungen der neuen Kriegswirtschaft. Wer die Arbeitsbedingungen in den Lagern nicht aushielt, wurde in die Vernichtungslager deportiert. Wie viele Menschen aus der ehemaligen Berliner Konfektion dort starben, lässt sich nicht mit Sicherheit feststellen.

Schon zwei Jahre nach Kriegsende erregten die neugegründeten Modefirmen in West-Berlin die Aufmerksamkeit der auf Unterhaltung hoffenden Bevölkerung. Die auf den ersten Modenschauen gezeigten Kleider wurden aus den Stoffen genäht, die deutsche Soldaten von ihren Raubzügen in Paris, Wien und Budapest nach Berlin geschickt hatten.

Das Motto der auf dem erschlichenen Reichtum entstandenen Neugründungen der Firmen und Modedesigner im Wirtschaftswunder Westdeutschlands lautete: Wir arbeiten in Berlin besser ohne „jüdische Konkurrenz“. Ansprüche auf Restitution ehemaliger jüdischer Firmenbesitzer für die Beschlagnahmungen scheiterten zumeist an der Unwilligkeit der Nachfolger, Eigentumsunterlagen herauszugeben.

Models zeigen 1972 in Berlin Mode von Uli Richter. Die zweite Frau von rechts ist Rut Brandt, Gattin des Bundeskanzlers – sie trägt bei Staatsbesuchen stets Richter. Foto: dpa picture alliance / Chris Hoffmann

Einer der erfolgreichsten Modedesigner der Nachkriegszeit, Detlev Albers, kommentierte noch 1986, dass die „den Juden“ weggenommenen Firmen „ein großes Glück für alle Nachkriegs-Modekarrieren“ in Berlin und Düsseldorf bedeuteten. Und so blieb es auch. Ehemaligen jüdischen Eigentümern wurde der Zugang zu den DDR-Archiven verweigert, die es ihnen ermöglicht hätten, wichtige Dokumente abzurufen, um ihre Eigentumsrechte zu belegen. Die DDR-Regierung lehnte alle Rückerstattungsansprüche ab.

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Was bleibt? Wer heute mit Bekleidung kreativ sein möchte, geht nach Paris, Mailand, London, New York oder gleich Asien. Mit dem Abzug der Berliner Fashion Week nach Frankfurt, just einer Stadt, die niemals eine Rolle in der Mode Deutschlands spielte, wird ein Sargnagel in die einstige Berliner Modetradition geschlagen. Eine Tradition, über die eisern geschwiegen wird. Nur wenige Denkmäler – am Hausvogteiplatz, am Auswärtigen Amt und im Justizministerium – erinnern an die jüdischen Modefirmen.

Für junge kreative Modeschaffende in der Stadt gibt es nach wie vor keinen gut dotierten Nachwuchspreis im Namen und zu Ehren von zum Beispiel Valentin Manheimer, Herrmann Gerson oder anderen Designern der einst glorreichen Berliner Modebranche. Keine deutsche Modefirma, kein Fachverband, kein Fashion Council Germany, keine Fashion Week oder Design-Ausbildungsstätte haben je an das Schicksal ihrer jüdischen Vorläufer während der Nazizeit erinnert. Wie lange wird oder kann die Branche ihr Kartell des Schweigens aufrechterhalten?