Am Flughafen BER könnte es heute wieder einmal länger dauern. Grund ist der Warnstreik des Sicherheitspersonals. dpa/Fabian Sommer

Ein Warnstreik von Sicherheitskräften hat am Montagmorgen zu zahlreichen Flugausfällen am Hauptstadtflughafen BER geführt. Personal der Sicherheitskontrollen für die Passagiere und der Zutrittskontrollen für Mitarbeiter hatte am frühen Morgen die Arbeit niedergelegt. Nach Angaben eines Flughafensprechers wurden zwei Drittel der Abflüge gestrichen. Im Terminal bildeten sich Warteschlangen.

Laut Gewerkschaft Verdi beteiligten sich in der Frühschicht etwa 220 Kollegen an dem Warnstreik. „Wir sind begeistert von der Beteiligung“, sagte Verdi-Vertreter Helge Biering. Der Warnstreik sei für den ganzen Tag geplant.

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Bundesweite Warnstreiks an Flughäfen

An mehreren deutschen Flughäfen mussten die Fluggäste am Montag wegen der Verdi-Warnstreiks mit Flugausfällen und Verzögerungen rechnen. Die Gewerkschaft ging davon aus, dass sich bundesweit etwa 1350 Beschäftigte an dem Warnstreik beteiligen.

An den betroffenen Flughäfen müssen Passagiere teils mit erheblichen Einschränkungen rechnen. Fluggäste sollten sich bei den Fluggesellschaften über Verspätungen oder Stornierungen informieren und mehr Zeit für ihre Reise einplanen, teilte die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg mit. Der Flughafenverband ADV rechnet bundesweit mit einer hohen zweistelligen Zahl ausgefallener Flüge.

Die Warnstreiks sind Teil des Tarifkonflikts zwischen Verdi und dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen. Die Gewerkschaft verhandelt mit dem Arbeitgeberverband über einen neuen Tarifvertrag für bundesweit rund 25.000 Sicherheitskräfte, drei Verhandlungsrunden waren bisher ohne Ergebnis geblieben. Beide Seiten wollen sich am 16. und 17. März in Berlin zu weiteren Verhandlungen treffen.