Maren Eggert gewinnt einen Silbernen Bären der Berlinale. Foto: dpa/Hirschberger

Kein Bär für Daniel Brühl und sein Regie-Debüt „Nebenan“, und auch  die Literaturverfilmung „Fabian oder Der Gang vor die Hunde“ von Dominik Graf ging bei der diesjährigen digitalen Berlinale leer aus. Wenigstens aber gab es einen Silbernen Bären für „Herr Bachmann und seine Klasse“ von Maria Speth. Die deutsche Regisseurin gewann den Preis der Jury.

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Auch Maren Eggert durfte sich über einen Silbernen Berlinale-Bären freuen. Die Berliner Schauspielerin bekam die Trophäe in der wichtigen Kategorie „Beste Schauspielerische Leistung in einer Hauptrolle“ zugesprochen. Ihr  Auftritt in der Tragikomödie „Ich bin dein Mensch“ von Maria Schrader überzeugte. Die 47-Jährige spielt darin eine Wissenschaftlerin am berühmten Pergamonmuseum in Berlin, die sich in einen humanoiden Roboter verliebt. „Ihre Präsenz machte uns neugierig, ihr Charme sensibel. Und ihre breite schauspielerische Palette ließ uns fühlen, lachen und Fragen stellen“, begründet die Jury ihre Wahl für Maren Eggert.

Ein kunstvoll ausgearbeiteter Film, der zugleich ausgelassen ist, intelligent und kindisch

Der Goldene Bär für den besten Film ging an den rumänischen Regisseur Radu Jude – für seine Satire „Bad Luck Banging or Loony Porn“. Es geht um eine Lehrerin, die wegen eines privaten Pornos in Schwierigkeiten gerät. Die Jury begründete ihre Entscheidung so: „Es ist ein kunstvoll ausgearbeiteter Film, der zugleich ausgelassen ist, intelligent und kindisch, geometrisch und lebendig, auf beste Art ungenau. Er greift die Zuschauer*innen an, ruft Widerspruch hervor, und erlaubt doch niemandem, Sicherheitsabstand zu halten.“

Die Bären selbst werden erst beim zweiten Teil der Filmfestspiele, dem Publikumsfestival, vergeben. Vom 9. bis zum 20. Juni ist ein sogenanntes Summer Special geplant. Wegen der Pandemie gab es dieses Mal keine Filmvorführungen im Berlinale-Palast am Potsdamer Platz. 

Die Preise im Überblick:

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Goldener Bär für den Besten Film: Babardeală cu bucluc sau porno balamuc (Bad Luck Banging or Loony Porn) von Radu Jude

Silberner Bär Großer Preis der Jury: Guzen to sozo (Wheel of Fortune and Fantasy) von Ryusuke Hamaguchi

Silberner Bär Preis der Jury: Herr Bachmann und seine Klasse (Mr Bachmann and His Class) von Maria Speth
Silberner Bär für die Beste Regie: Dénes Nagy für Természetes fény (Natural Light)

Silberner Bär für die Beste Schauspielerische Leistung in einer Hauptrolle: Maren Eggert in Ich bin dein Mensch (I'm Your Man) von Maria Schrader

Silberner Bär für die Beste Schauspielerische Leistung in einer Nebenrolle: Lilla Kizlinger in Rengeteg - mindenhol látlak (Forest - I See You Everywhere) von Bence Fliegauf

Silberner Bär für das Beste Drehbuch: Hong Sangsoo für Inteurodeoksyeon (Introduction) von Hong Sangsoo

Silberner Bär für eine Herausragende Künstlerische Leistung: Yibrán Asuad für die Montage von Una película de policías (A Cop Movie) von Alonso Ruizpalacios