Vor allem ältere Leute sind das Ziel von Trickbetrügern, die sich per Telefon melden.
Vor allem ältere Leute sind das Ziel von Trickbetrügern, die sich per Telefon melden. Imago/Eibner

Vor allem ältere Menschen sind oft Zielgruppe von Betrügern. Die Kriminellen versuchen, einen Überraschungsmoment auszunutzen und denken sich immer neue Tricks aus, um an das Geld der Überrumpelten zukommen. Derzeit waren etwas die Sparkassen und die Deutsche Rentenversicherung vor diesen fiesen Fallen.

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Der Trick mit der Energiepauschale

Sie sind im Ruhestand und erwarten Ihre Energiepreispauschale in Höhe von 300 Euro? Dann müssen Sie nichts weiter tun, als auf den Geldeingang zu warten. Denn die Überweisung erfolgt automatisch, die auszahlende Rentenanstalt nutzt dafür die Ihnen vorliegende Kontoverbindung. Darauf weist die Deutsche Rentenversicherung Bund hin. Eine erneute Angabe der Kontodaten sei daher nicht notwendig.

Nach Angaben der Behörde versuchten Betrüger derzeit mit dieser Masche an die Kontodaten von Rentnerinnen und Rentnern zu kommen. Unter falscher Identität gäben sie an, die Daten für die Überweisung zu brauchen. Betroffene sollten darauf nicht eingehen und den Hörer stattdessen auflegen.

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Für telefonische Auskünfte zur Energiepreispauschale ist das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales montags bis donnerstags von 8 bis 20 Uhr unter  Tel. 030/221 91 10 01 erreichbar.

Der Trick mit der „Ablaufenden pushTAN-Registrierung“

Aktuell werden betrügerische SMS im Namen der Sparkassen versendet. Unter dem Vorwand einer vermeintlich ablaufenden pushTAN Registrierung wird versucht, Kunden zum Aufruf einer betrügerischen Web-Seite (Phishing-Seite) zu bewegen. Dort werden dann  Online-Banking-Zugangsdaten, weitere persönliche Daten sowie die Nummer und die PIN der Sparkassen-Card erfragt.

So sehen die betrügerischen SMS an Sparkassenkunden aus.
So sehen die betrügerischen SMS an Sparkassenkunden aus. Sparkasse

Das Computer-Notfallteam der Sparkassen-Finanzgruppe warnt darum dringend vor diesen SMS: „Bitte geben Sie keine Daten auf den Phishing-Seiten ein. Ihre Daten könnten ansonsten von Betrügern missbraucht werden, um Sie z. B. im Namen Ihrer Sparkasse anzurufen und eine TAN zu erfragen.“ Diese TAN könne benutzt werden, um eine betrügerische Überweisung durchzuführen oder eine digitale Karte der Sparkassen-Card zu erstellen. Die digitale Karte kann dann  für betrügerische Einkäufe oder zusammen mit der PIN der Sparkassen-Card für betrügerische Bargeldabhebungen am Geldautomaten genutzt werden.

Der Trick mit der Paypal-Mail

Nutzer des Zahlungsdienstleisters Paypal sind das Phishing-Ziel von Betrügern berichtet die Verbraucherzentrale. In der Mail mit dem Betreff „Es gilt folgende Mitteilung zu beachten“ wird Verbrauchern mitgeteilt, dass deren Paypal-Konto angeblich vorübergehend eingeschränkt sei. Der Grund dafür sei eine neue Zahlungsrichtlinie der Europäischen Kommission, die alle Banken und Zahlungsdienstleister dazu verpflichte „einen Datenabgleich der Kunden einzufordern“. In Folge dessen soll anhand des beigefügten Buttons über einen Link ein Datenabgleich durchgeführt werden. Hierbei handelt es sich jedoch um einen Betrugsversuch, um an Ihre persönlichen Daten zu gelangen. Dazu wird angedroht, dass bei Nichtdurchführung das Paypal-Konto nicht mehr verwendbar sei. Lassen Sie sich davon nicht verunsichern, sondern ignorieren Sie diese Aufforderung und verschieben Sie die Mail unbeantwortet in den Spam-Ordner.

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Der Trick mit der Rentenversicherung

Ein täuschend echt wirkender Brief, ein unangekündigter Besuch oder ein überraschender Anruf: Getarnt als Mitarbeiter der Rentenversicherung versuchen Betrüger derzeit, an persönliche Daten, die Bankverbindung oder sogar das Geld von Versicherten und Rentnern zu kommen.

Derzeit kämen vor allem dubiose Anrufe häufig vor, warnt die Deutsche Rentenversicherung Bund in Berlin. Im Display des Telefons werde hier sogar die Rufnummer der Deutschen Rentenversicherung imitiert. Das soll potenzielle Opfer in Sicherheit wiegen.

Eine typische Masche der Betrüger am Telefon: Die Aufforderung an Ruheständler, Geld auf ein fremdes Konto zu überweisen. Dabei soll es sich zum Beispiel um Gebühren für die Bearbeitung und Auszahlung von Rentennachzahlungen und vermeintlichen Sonderauslosungen handeln. Wer die Nachzahlung verweigert, dem werde mit Rentenpfändung, -kürzung oder anderen Nachteilen gedroht, heißt es.

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Die Deutsche Rentenversicherung Bund betont, dass ihre Mitarbeitenden oder von ihr beauftragte Personen in keinem Fall telefonisch dazu auffordern, Geld ins In- oder gar Ausland zu überweisen. Wer einen entsprechenden Anruf erhalten hat, kann sich an das kostenfreie Servicetelefon der Deutschen Rentenversicherung unter Te. 0800/10 00 48 00 wenden.