Im Internet geht derzeit bei mehreren Lottogesellschaften in Deutschland nichts mehr. Wer tippen will, kann dies nicht online tun, sondern muss wieder einen „analogen“ Schein ausfüllen.
Im Internet geht derzeit bei mehreren Lottogesellschaften in Deutschland nichts mehr. Wer tippen will, kann dies nicht online tun, sondern muss wieder einen „analogen“ Schein ausfüllen. dpa/Bernd Settnik

Lottospieler müssen vorerst wieder zum Stift greifen und sich einen guten alten Lottoschein aus Papier besorgen, wenn sie auf Millionengewinne hoffen. Mehrere Lottogesellschaften werden von Hackerangriffen bedroht, nahmen ihre Seiten aus dem Netz.

Am Dienstag hat es auch Lotto Brandenburg erwischt. Lotto-Spieler können ihren Tipp nicht mehr online abgeben. Wie die Sprecherin der Lotto-Gesellschaft in Potsdam, Antje Edelmann, am Dienstag sagte, wurde das Internetangebot aus Sicherheitsgründen abgeschaltet. Mutmaßliche Cyberkriminelle hätten über den Jahreswechsel und am Montag versucht, auf Kundenkonten zuzugreifen.

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Auch Lotto Berlin ist offline

Am Montag hatte bereits Lotto Berlin seine Webseite offline gestellt. Auch andere Lotto-Gesellschaften sind betroffen und nicht mehr i Internet zu erreichen. Wie lange die Sperrung der Internetseiten dauert, ist nicht klar.

Ob persönliche Daten von Kunden gestohlen wurden, sei noch nicht geklärt, sagte die Sprecherin von Lotto Brandenburg. „Wir sind dabei, das zu analysieren.“ Auch das Landeskriminalamt und die Landesbeauftragte für den Datenschutz seien informiert.

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Lotto Brandenburg hat nach eigenen Angaben rund 50.000 Internet-Kunden, die über die Cyberattacke informiert worden seien. Wer bereits online einen Spielschein ausgefüllt hat, nimmt wie üblich an der Ziehung der Lottozahlen teil. Die meisten Lotto-Spieler geben ihren Tipp aber in den Shops ab.