Das 9-Euro-Ticket kommt in Berlin auf jeden Fall. dpa/Marijan Murat

Weil Bundesländer wie Bayern gegen das 9-Euro-Ticket stänkern, gab es zuletzt Befürchtungen, die Günstig-Karte könnte noch vor dem Verkauf im Altpapier landen. Doch Pustekuchen! Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg  (VBB) ist entschlossen, das Ticket noch im Mai unter die Leute zu bringen.

Die Verkehrsunternehmen in Berlin und Brandenburg wollen am 23. Mai mit dem Verkauf des sogenannten 9-Euro-Tickets beginnen – vorausgesetzt, Bundestag und Bundesrat stimmen dem Vorhaben in dieser Woche zu. Und das dürfte wohl nur noch Formsache sein.

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Alles sei vorbereitet, die Unternehmen sind bereit für den Verkaufsstart am kommenden Montag, sagte ein Sprecher des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg (VBB) der Deutschen Presse-Agentur. Die Tickets könnten dann online oder über die Fahrkartenautomaten erworben werden. Bislang hatte der Verband den Start für die zweite Maihälfte angekündigt.

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9-Euro-Ticket gilt jeweils für Juni, Juli und August

Mit dem geplanten Monatsticket können die Fahrgäste für neun Euro bundesweit im öffentlichen Nahverkehr umherfahren – in allen Städten und über alle Verbundgrenzen hinweg. Die Fahrkarten können dann auch bei anderen Verkehrsunternehmen wie etwa der Deutschen Bahn online oder am Schalter gekauft werden. Viele Verbünde haben bereits angekündigt, ebenfalls am 23. Mai mit dem Verkauf starten zu wollen.

Die Sondertickets sollen für Juni, Juli und August angeboten werden – für jeweils 9 Euro im Monat und damit viel weniger als bei normalen Monatskarten. Dies ist Teil des Entlastungspakets, mit dem die Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP auf die hohen Energiepreise reagiert. Zugleich soll es ein Schnupperangebot sein, um mehr Kunden für Busse und Bahnen zu gewinnen.

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„Wenn der Bund glaubt, er könne sich auf dem Rücken der Länder für ein dreimonatiges Trostpflaster beklatschen lassen und andere sollen dafür die Rechnung zahlen, dann hat er sich gewaltig getäuscht“, pestete Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) zuletzt gegen das Günstig-Ticket.