Das Vivantes-Klinikum in Spandau. Foto: Imago/Schöning

In den Kliniken des Berliner Vivantes-Konzerns sind zwei Fälle der zuerst in Südafrika aufgetretenen Coronavirus-Variante identifiziert worden. Das hätten entsprechende Genomsequenzierungen ergeben, teilte das Unternehmen mit. Beide Fälle seien von außen ins jeweilige Krankenhaus eingetragen und direkt isoliert untergebracht worden, so Vivantes. Es handelt sich demnach um einen Fall im Humboldt-Klinikum sowie einen im Klinikum Spandau. Letztere Person reiste zuvor aus dem südöstlichen Südafrika ein, hieß es.

Was die zuerst in Großbritannien aufgetretene Virusvariante B.1.1.7 betrifft, gebe es mit Stand Freitag 30 Fälle bei Vivantes, so die offizielle Mitteilung. Im Humboldt-Klinikum sind den Angaben zufolge elf Patienten und 14 Mitarbeiter betroffen, im Klinikum Spandau vier Patienten und ein Mitglied des Personals, das sich außerhalb der Klinik infiziert haben soll. Die Humboldt-Klinik ist seit vergangenem Freitag zwei Wochen lang in Quarantäne. Bei 34 Mitarbeitern des Klinikums und bei 64 Patienten konnte bisher Sars-CoV2 nachgewiesen werden.

„Vivantes und Charité suchen über das Labor Berlin gezielt nach der Südafrika-Variante sowie weiteren Virusvarianten“, teilte das Unternehmen mit Blick auf die gemeinsame Tochtergesellschaft mit. Zudem würden an allen Vivantes-Standorten nachträglich Proben „von aktuell positiv getesteten Mitarbeitenden und Covid-Patient*innen überprüft, um einen umfassenden Überblick über die Verbreitung der Virusvarianten in Berlin zu bekommen“.