Paketbote bringt ein Paket. Foto: imago images/Marius Schwarz

Immer wieder häufen sich die Beschwerden über Paketdienste. Verschwundene Pakete, beschädigter Inhalt und falsch eingeworfene Briefe. - Die Liste ist lang. Wie die Bundesnetzagentur mitteilte, gingen bis Mitte Dezember 17.930 Beschwerdeschreiben ein.

Auf den ersten drei Plätzen der bundesweiten Statistik: die Berliner Bezirke mit den PLZ-Anfangsziffern 10, 12 und 13 - also alles außer der Südwesten der Stadt. Auf sie entfallen allein rund 2300 Beschwerden. Potsdam steht mit 551 Eingaben bundesweit an zehnter Stelle, wie aus einer Anfrage des Grünen-Bundestagsabgeordneten Oliver Krischer hervorgeht.

Lesen Sie auch: Berliner Impfzentren: Start am 27. Dezember vorerst nur in Treptow >>

Der bundesweite Anstieg der kritischen Wortmeldungen war in diesem Jahr mit 4 Prozent relativ gering. 2018 hatte es eine Verdopplung gegeben, 2019 lag der Zuwachs bei 44 Prozent.

Viele Beschwerdeschreiben enthielten nicht nur einen einzigen Grund zur Kritik, sondern gleich mehrere. Zählt man die in den Schreiben aufgeführten negativen Erfahrungen zusammen, so kletterten diese von 20 738 im kompletten Jahr 2019 auf 30.709 in diesem Jahr (bis zum 15. Dezember). Das geht aus einer Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums an den Linken-Bundestagsabgeordneten Pascal Meiser hervor, die der dpa vorliegt.

Lesen Sie auch: Keine weiße Weihnacht: An Heiligabend fällt in Berlin Schneeregen >>

Das bedeutet: Es haben sich 2020 zwar in etwa gleich viele Menschen bei der Bonner Behörde beschwert wie im Vorjahr, ihr Frust war aber größer als zuvor. Sie ärgerten sich häufig nicht nur über ein verlegtes Paket, sondern im selben Schreiben beispielsweise auch über eine andere, beschädigte Sendung oder einen Brief, der verspätet ankam oder versehentlich beim Nachbarn gelandet war.