Der Schock vom Samstag sitzt tief und die Probleme auf der ICE-Strecke von Berlin nach München sind auch heute am Sonntag längst nicht vorbei. Nachdem eine Oberleitung bei Zahna‑Elster gerissen und auf einen ICE gestürzt war, müssen sich Bahnreisende weiter auf Umleitungen und große Verspätungen einstellen!
Oberleitung durchschlug Scheiben im ICE
Die Reparatur läuft, aber ein Ende der Arbeiten auf einer der wichtigsten Nord‑Süd‑Achsen Deutschlands mit Stopps in Halle und Leipzig ist nicht in Sicht. Ob die Strecke noch am Sonntag komplett freigegeben wird oder erst am Montag, kann die Deutsche Bahn nicht vorhersagen.
Der Unfall am Samstag hatte es in sich: Rund 600 Menschen saßen stundenlang in einem beschädigten ICE fest, nachdem die herabstürzende Oberleitung mehrere Scheiben durchschlagen hatte. Zwei Fahrgäste wurden leicht verletzt.
Die ICE-Strecke von Berlin nach München muss nach dem Unfall repariert werden.Carsten Koall/dpa
Nach Unfall fiel im ICE die Klimaanlage aus
Der Zug war mitten auf der Strecke plötzlich stehengeblieben. In dem Zug fiel der Strom aus, die Klimaanlage versagte, auch die Toiletten waren nur eingeschränkt nutzbar. Erst am frühen Abend konnte der ICE nach Wittenberg abgeschleppt werden, wo die Reisenden dann endlich umsteigen durften.
Seit Samstagabend ist die Strecke an der Unglücksstelle immerhin wieder eingleisig befahrbar. Doch das reicht nicht, um den Verkehr zu stabilisieren.
Viele Fernzüge werden großräumig über Dessau umgeleitet, was die Fahrzeit um 30 bis 50 Minuten verlängert. Der Halt in Lutherstadt-Wittenberg entfällt weiterhin. „Unser Personal vor Ort arbeitet unter Hochdruck an der Beseitigung der Störung“, heißt es auf der Webseite der Deutschen Bahn.
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