Kinder aus dem ukrainischen Kriegsgebiet im Berliner Hauptbahnhof dpa/Paul Zinken

Das Versorgungszelt für Geflüchtete aus der Ukraine vor dem Berliner Hauptbahnhof soll voraussichtlich am Dienstag in Betrieb genommen werden. „Wir sind noch in der Planung, wollen aber, dass das Zelt auf dem Washingtonplatz am Dienstag eröffnet wird“, sagte der Sprecher der Berliner Senatssozialverwaltung, Stefan Strauß, am Montag dem Evangelischen Pressedienst (epd). Das Zelt solle eine breit gefächerte Versorgung und die bessere Strukturierung und Koordinierung der ankommenden Menschen ermöglichen. Neben einer Erstversorgung der Geflüchteten solle es zudem eine Beratungsstelle sowie Hilfsangebote zur Weiterreise geben, sagte Strauß.

Schätzungen zufolge seien am Samstag rund 11.000 Menschen mit Bus und Bahn nach Berlin gekommen, sagte Strauß weiter. „Zahlen für Sonntag liegen uns noch nicht vor“, ergänzte er. Eine Prognose darüber, ob die Zahlen in den kommenden Tagen weiter steigen, sei nicht möglich: „Die Menschen dürfen sich bei uns frei bewegen, müssen sich nicht irgendwo anmelden. Wir wissen also auch nicht, wie viele Personen auf anderem Wege nach Berlin gekommen sind.“ Das momentane Geschehen sei sehr dynamisch, viele Personen reisten nach kurzem Aufenthalt in Berlin weiter, da sie ein anderes Ankunftsziel hätten.

Seit dem Wochenende fahren vom Berliner Hauptbahnhof aus zudem Busse in 13 andere Bundesländer, außer nach Bayern und Hamburg. Die Länder seien ausgenommen, weil auch dort bereits sehr viele Geflüchtete eigenständig angekommen seien. Nach Angaben der Länder kamen in Hamburg bis Sonntag 1084 Personen an, in Bayern seien es bis Samstag mehr als 5000 Menschen gewesen.