Polizeiabsperrung (Symbolbild). Foto. Imago Images/Christian Grube

Ein seit mehreren Wochen vermisster Berliner ist tot. Ein Passant habe die Leiche des 39-Jährigen Tim W. am Donnerstag in Charlottenburg gefunden und die Polizei alarmiert, teilte die Behörde am Freitag mit. Der Tote lag demnach in einem Gebüsch am Salzufer, Ecke Englische Straße. Anhaltspunkte für eine Fremdschuld lägen nicht vor, so die Polizei.

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Der Mann war seit dem Morgen des 23. September vermisst worden. Passanten hatten ihn laut Polizei gegen 7.40 Uhr in der Nähe von Hauptbahnhof und Kanzleramt gesehen. Demnach hatte er ein Messer in der Hand und eine blutende, verbundene Wunde am linken Arm. Wenig später soll er noch mit Angehörigen telefoniert haben. Seitdem fehlte von ihm jede Spur.

Auch der KURIER berichtete über den Fall, erfuhr von der Familie: Er lag „wegen eines körperlichen Leidens“ in der Charité. Am 23. September zwischen 7 und 8 Uhr sei er laut eines Zeugen aus der Klinik gerannt. An jenem Morgen habe er seine Frau noch einmal angerufen und ihr gesagt, dass er am Hauptbahnhof sei und sie kommen müsse. „Doch als sie dort wenige Minuten später eintraf, war ihr Mann nicht mehr dort“, erzählte eine Freundin. 

Die Familie bestätigt den tragischen Tod von Tim W.

Auch mit Fotos hatte die Polizei nach ihm gesucht und die Bevölkerung um Hilfe gebeten. Zudem lief eine groß angelegte Suchaktion über die sozialen Netzwerke - täglich veröffentlichten Freunde und Bekannte des Mannes unter dem Hashtag #wirsuchentim neue Beiträge. Tausende Menschen verfolgten die Suche.

„Es tut uns unglaublich weh euch mitteilen zu müssen, dass Tim gestern tot am Salzufer, Ecke Englische Str. in Berlin Charlottenburg gefunden wurde“, hieß es nun auf der Facebook-Seite der Suchaktion. Er sei eindeutig identifiziert worden. „Wir wissen nicht so recht, was wir im Moment sagen sollen. Bitte habt Verständnis dafür, dass wir zu dieser Zeit auf keine Kommentare oder Nachrichten antworten können“, heißt es. Und weiter: „Wir müssen diese Nachricht alle selbst erstmal irgendwie verarbeiten. Aber soviel in diesem Moment: Eure Worte, eure Unterstützung, eure Hilfe und die Kraft die ihr uns jeden Tag in den letzten 30 Tagen gegeben habt: Wir werden es nie vergessen.“ Besonders tragisch: Der Familienvater war zwei Wochen vor seinem Verschwinden zum zweiten Mal Vater geworden.