Die vermisste Rebecca Reusch.  Fotos: Eric Richard, Polizei Berlin

Seit mehr als anderthalb Jahren fehlt von der 16-Jährigen Rebecca Reusch aus Berlin jede Spur – doch die Eltern, die Familie der Teenagerin gaben die Hoffnung niemals auf, ihre „Becci“ bald wieder in die Arme schließen zu können. Nun gibt es einen herben Rückschlag. Erst kürzlich sorgte ein Foto für Aufsehen, dass über Instagram an die Familie geschickt wurde. Darauf zu sehen: eine junge Frau, die mit einem Glas in der Hand in die Kamera lächelt. Ein Bild von Rebecca? „Also es sind mehrere Faktoren wo man sagen kann: Ja das kann sie sein“, erklärte Brigitte Reusch, Rebeccas Mutter, in einem Interview.

Niederschmetterndes Ergebnis für Rebeccas Familie

Experten sollten das Bild untersuchen – und klären, ob das abgebildete Mädchen wirklich Rebecca ist. Medienberichten zufolge reichte der Anwalt der Familie das Bild bei der Berliner Staatsanwaltschaft ein, ein Gutachten zur Gesichtserkennung wurde in Auftrag gegeben. Nun liegt das niederschmetternde Ergebnis vor: Die Frau auf dem Bild ist „mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ nicht Rebecca. In dem Gutachten, dass der Bild-Zeitung vorliegt, heißt es unter anderem, es seien deutliche Unterschiede am Nasenrücken und an der Nasenspitze zu erkennen. Zudem weise die Frau auf dem Bild einen anderen Abstand zwischen Nase und Oberlippe auf – und die Zahnstellung der beiden Frauen stimme nicht überein.

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Es ist nur einer von vielen Rückschlägen, die die Familie der bei ihrem Verschwinden 16-Jährigen Rebecca bereits hinnehmen musste. Erst im April hatten etwa Unbekannte unter dem gleichen Namen ein Facebook-Profil eröffnet, das vorgaukelte, die junge Frau halte sich in den USA auf. „Es handelt sich um eine vermisste Person und hier soll etwas vorgetäuscht werden“, schrieben Nutzer auf dem Fake-Profil. „Einfach nur niederträchtig und verachtenswert.“ Andere wollten den Gründer der Facebook-Seite bei der Polizei melden.

Seit dem 18. Februar 2018 gilt Rebecca als vermisst

Rebecca Reusch gilt seit dem 18. Februar 2019 als vermisst. Die Berlinerin verbrachte eine Nacht bei ihrer Schwester, tauchte am nächsten Morgen aber nicht in der Schule auf (der KURIER berichtete). Nachdem zunächst ihr Schwager verdächtigt wurde, ist der Fall heute noch immer ungeklärt. Es sei aber bei weitem kein „Cold Case“, sagte Martin Steltner, Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, bereits im Februar. Noch immer werden demnach Hinweise zum Fall abgearbeitet.