Kennen Sie diese Begriffe aus der ehemaligen DDR? Foto: imago images/Michael Eichhammer

Mehrfach berichtete KURIER bereits über ein Buch, das Begriffe aus der DDR sammelt und vorstellt. Dazu passend gab's ein Quiz mit längst vergessenen Wendungen aus Honis Zeiten. Weil's so schön war, haben wir nun noch mehr: Hier kommen weitere zehn Wörter, an die Sie sich erinnern sollten, wenn Sie ein Ossi sind!

Auf der Suche nach Begriffen fragten wir auch auf Facebook nach, erhielten einige Antworten. Viele erinnern sich zum Beispiel gern an den „Goldbroiler“ - das gebratene Hähnchen scheint mit vielen guten Erinnerungen verknüpft zu sein. Auch bei der „Ketwurst“ ist das so - echte Liebe geht eben durch den Magen.

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Ebenfalls genannt wurden Palatschinken, Bückware, der Konsum und die Kaderabteilung. Und: Der eine oder andere blickt heute scherzhaft auf die damalige Zeit. So schrieb eine Nutzerin, ein typischer DDR-Begriff sei gewesen: „Ham wa nich“.

Wörter aus der DDR: Die Deutsche Teilung war ein Sprachexperiment

Eine riesige Vielfalt an Begriffen mit Erklärungen gibt's in „Mit der Schwalbe zur Datsche“, einem  Lexikon des Duden-Verlages. Autorin Antje Baumann hat allerlei Wörter gesammelt, vom „Antifaschistischen Schutzwall“ bis zum „Westpaket“. Die deutsche Teilung sei aus Sicht der Sprachwissenschaft ein „ungewolltes 40 Jahre währendes großes Experiment“ gewesen, das es ermöglicht, „die verschiedenen Ausformungen derselben Sprache zu untersuchen“, heißt es.

Im Internet kann jeder seine eigenen Ost-Begriffe einreichen, um die Datenbank zu erweitern. Denn nicht nur die materielle Kultur der DDR gehöre zur historischen Überlieferung, die Wissenschaft und Forschung als Quelle dient. „Auch die Sprache gehört dazu.“ Einiges ist bereits auf der Website des Verlages veröffentlicht - von A wie „Absolventenlenkung“ bis Z wie „Zwangsumtausch“.

Nicht jeder Begriff wurde überall in der DDR genutzt

Spannend dabei: Nicht jeder Begriff, der verwendet wurde, ist überall bekannt. Manche Wörter hatten regionale Bezüge, bildeten sich in der Umgangssprache oder waren schlichtweg bürokratische Monster, die niemand wirklich verwendete. Das betrifft etwa die Weihnachtszeit. Berichten zufolge verwarf die SED-Führung bereits in den 70er-Jahren Pläne, das Weihnachtsfest in ein weltliches Jahresabschlussfest zu ändern. Die „Jahresendflügelpuppe“ oder der „Jahresabschlussbaum“ wurden dadurch bekannt. 

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Ob diese Begriffe ernst gemeint waren oder nur in der Bevölkerung entstanden, um ironisch auf die Vorgänge anzuspielen, ist bis heute nicht klar.

Das neue Ost-Quiz: Kennen Sie diese Begriffe? Klicken Sie sich durch!