Die Grunewald-Grundschule hat schon mal Hinweisschilder für ihre Schüler an dem Holzzaun Angeklebt, wo sich der Eingang bei Ankunft zum Schulbeginn befindet. Foto: imago images/Photopress Müller

Seit Montag lernen sie wieder: Die Neunt- und Zwölftklässler an den Integrierten Sekundarschulen, die Elftklässler an den Gymnasien. Auch an den Grundschulen, wo bisher nur Notbetreuung stattfand, gibt es wieder Unterricht: Die Sechstklässler sind zurück.

Insgesamt lernen jetzt ein Viertel der etwa 360.000 Berliner Schüler – wenn auch nur tageweise, in unterteilten Klassen und unter strengen Sicherheitsvorkehrungen. Und begleitet von Sorgen um den Infektionsschutz: Schon bei den älteren Schülern war vielerorts zu beobachten, dass es ihnen schwerfällt, den Sicherheitsabstand von 1,5 Metern einzuhalten.  

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Gruppeneinteilung, versetzte Ankunftszeiten und Sicherheitsabstand

Vor Berliner Schulen geht es deshalb zu wie vor einem Hochsicherheitstrakt: An der Lenau-Grundschule in Kreuzberg etwa durften am Montag rund 40 aufgeregte Sechstklässler antreten, aufgeteilt in drei Gruppen mit Ankunftszeiten im 15-Minuten-Takt – die andere Hälfte des Jahrgangs ist am Dienstag dran. Vor der Schultreppe aufgesprüht: 20 Punkte im korrekten Sicherheitsabstand, von denen aus die Schüler dann von drei Lehrern einzeln in die Schule gerufen wurden.

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Wie schwer es ist, die Kinder voneinander fernzuhalten, zeigte sich aber auch hier: Zwei Mädchen kamen Hand in Hand und trennten sich erst kurz vor der Schule. Sollten es noch mehr Schüler werden, wird es nicht nur hier Probleme mit der Aufsicht geben: „Personell stoßen wir bald an die Kapazitätsgrenze“, sagte Schulleiter Michael Koch.