Die Retter kamen gerade noch rechtzeitig. dpa

Unglaubliche Szenen am Donnerstag in Berlin-Friedrichshain. Ein halbnackter Mann legt sich, offenbar zum Sterben, in den eisigen Straßenschnee. Passanten, die vorbeigehen, schütteln den Kopf oder zucken mit den Achseln. Nur ein Paar mit Kinderwagen bleibt stehen. Dann kommen die Retter.

Schon wer ihn von Weitem sah, wusste, diesem Mann konnte es nicht gut gehen. Er lief barfuß und mit nacktem Oberkörper gebückt durch die verschneiten Straßen nahe dem Bahnhof Ostkreuz. In der einen Hand ein alter Rucksack, in der anderen ein zerrissenes Bündel. Gegenüber von einem Späti brach der Mann geschwächt zusammen. Er legte sich auf das nackte Pflaster und drohte zu erfrieren.

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Als die Retter kommen, versucht er sich vergebens aufzurichten. KM

Minutenlang liefen Leute an ihm vorbei, als wäre er ein Haufen Abfall. Erst ein Paar, das einen Kinderwagen vor sich herschob, blieb stehen, redete mit dem Mann und versuchte zu helfen.

Ihr solltet euch wirklich schämen, ihr Hilfeverweigerer! 

Zehn Minuten später erschien ein Notarzt mit zwei Rettungsassistenten. Sie wickelten den Halberfrorenen in eine Wärmefolie ein und redeten auf ihn ein. Wichtig schien jetzt zu sein, dass der Mann nicht einschläft. 

Eine Wärmedecke schützt das Opfer vor Erfrierungen. KM

Kurze Zeit später kam ein weiterer Rettungswagen zum Einsatzort. Die Männer und Frauen griffen beherzt zu und brachten den Geschwächten dazu, auf die Beine zu kommen. Dann halfen sie ihm in den Wagen und fuhren ihn in eine Klinik.

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Barfuß und unterkühlt schleppt sich der Mann in den Rettungswagen. KM

Wer die Retter rief, ist unklar, aber ihm und dem Paar, verdankt der Mann wohl sein Leben. Alle anderen sollten sich schämen, dass sie dem Opfer nicht geholfen haben. An manchen Tagen kann man in Berlin wirklich verzweifeln.

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