Bei den Heimspielen des 1. FC Union dürfen wieder 75 Prozent der Plätze besetzt werden, das sind rund 16.500 Zuschauer. Imago/Frick

Ungeimpfte dürfen wieder in Restaurants, mehr Zuschauer in die Fußballstadien: Seit Freitag greifen wichtige Lockerungen der Corona-Maßnahmen, insbesondere für Restaurants, Diskotheken und Veranstaltungen. Die Erleichterungen bilden die zweite Stufe des Drei-Stufen-Konzepts, auf das sich Bund und Länder am 16. Februar geeinigt hatten. Die neuen Regeln sind zwar bundesweit vereinbart worden, umgesetzt werden sie aber durch Verordnungen der Länder.

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Gastronomie und Hotellerie: Es gilt künftig die 3G-Regel: Wer in ein Restaurant gehen will oder in einem Hotel übernachten, muss geimpft oder genesen sein oder einen tagesaktuellen Test vorlegen. Damit stehen die Gastronomie und die Hotellerie  erstmals seit Längerem auch Ungeimpften wieder offen.

Auch Ungeimpfte können mit Test ins Sportstudio oder zum Friseur

Körpernahe Dienstleistungen, Bäder und Sportstudios: Die 3G-Regel  gilt nach dem Senatsbeschluss auch für zahlreiche andere Bereiche, etwa die körpernahen Dienstleistungen, zu denen Friseursalons, Kosmetikstudios und Massagepraxen gehören. Auch in Fitnessstudios Tanzstudios oder beim Training in Sporthallen ist 3G angesagt, genau wie in Hallenbädern, Saunen und Thermen.

Bildungseinrichtungen:  Volkshochschulen, Musikschulen, Fahrschulen oder Flugschulen müssen sich ebenfalls nur noch an 3G halten.

In Restaurants gilt ab Freitag die 3G-Regel. Das heißt: Auch Ungeimpfte können mit einem Test hinein. Imago/Monkey Business

Clubs und Diskotheken: Im Behördendeutsch „Tanzlustbarkeiten“ dürfen am Freitag wieder öffnen. Auch hier gilt 2G plus: Genesene und Geimpfte müssen sich zusätzlich testen lassen, wenn sie auf die Tanzfläche wollen. Und das gilt in diesem Fall anders als in den anderen Bundesländern auch für Geboosterte, wie die Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey betonte und das damit begründete, dass in den Clubs Maskenpflicht nicht realistisch sei.

Veranstaltungen: Bei Veranstaltungen mit 11 bis 2000 Personen in geschlossenen Räumen gilt die 3G-Regel und zusätzlich FFP2-Maskenpflicht – genau wie für Veranstaltungen im Freien mit 1001 bis 2000 Menschen.

In geschlossenen Räumen dürfen grundsätzlich maximal 60 Prozent der Plätze beziehungsweise der Kapazität ausgenutzt werden. Dabei gilt keine Obergrenze bei der Personenzahl.

Bei Großveranstaltungen im Freien sind höchstens 75 Prozent der Plätze zu besetzen, maximal sind 25.000 Personen zugelassen, zum Beispiel in Fußballstadien. Dabei gilt die 2G-plus-Regel: Geimpfte und Genesene müssen außerdem ein negatives Testergebnis vorlegen – ausgenommen sind Geboosterte. Außerdem ist das Tragen einer FFP2-Maske vorgeschrieben.

Kontaktbeschränkungen werden in Berlin ebenfalls gelockert: Von Freitag an sind private Treffen von Geimpften und Genesenen wieder ohne Beschränkung der Personenzahl möglich. Nimmt daran aber jemand teil, der nicht geimpft oder genesen ist, gilt wie bisher eine Beschränkung auf einen Haushalt und bis zu zwei Personen aus einem weiteren.

Die neuen Regeln gelten bis zum 19. März. Was danach kommt, ist noch offen

Geltungsdauer der Regelungen: Die neuen Regelungen haben nur eine begrenzte Haltbarkeitsdauer: Sie laufen allesamt am 19. März aus. Denn nur bis zu diesem Zeitpunkt erlaubt das Infektionsschutzgesetz die bisherigen Corona-Einschränkungen. Bund und Länder sind sich zwar im Grundsatz einig, dass es auch ab dem 20. März weiter einen gewissen Basisschutz geben soll. Doch über dessen genaue Ausgestaltung gibt es noch keine Einigung.

Die Länder hatten sich bei den Beratungen mit dem Bund am 16. Februar insbesondere für Maskenpflichten in den geschlossenen Räumen von Publikumseinrichtungen sowie in Bussen und Bahnen, ein Abstandsgebot, allgemeine Hygienevorgaben sowie möglich weitere Testpflichten ausgesprochen. Letztere sind insbesondere für Alten- und Pflegeheime im Gespräch.

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Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) wirbt zudem für weitergehende Regelungen in Corona-Hotspots mit besonders starkem Infektionsgeschehen. Eine Einigung gibt es aber noch nicht, auch weil die FDP auf einem stark abgespeckten Maßnahmenkatalog beharrt.

Die Zeit für eine Einigung wird knapp: Am 16. März soll der Bundestag das neue Gesetz erstmals beraten, zwei Tage später könnte es dann dort sowie auf einer Sondersitzung des Bundesrates beschlossen werden. Zeitlichen Spielraum gibt es nicht, denn schon am Tag danach laufen die bisherigen Maßnahmen aus.