Rauch steigt aus einem Waldbrandgebiet in Brandenburg in den Himmel.
Rauch steigt aus einem Waldbrandgebiet in Brandenburg in den Himmel. dpa/Robert Michael

Sie wissen genau, was sie tun, und spielen mit dem Leben von Mensch und Tier: Brandstifter fackeln rund um Berlin Wälder ab. Die Polizei verfolgt die Spuren der Zündler.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr in Brandenburg kämpfen derzeit gegen mehrere Waldbrände – einige sind eindeutig durch Brandstiftung entstanden. So sei das etwa bei einer Brandserie im Gebiet Oranienburg (Oberhavel), teilte die Polizei mit.

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Innerhalb von wenigen Tagen habe es zahlreiche kleine Feuer in unmittelbarer Nähe zueinander gegeben. Spuren seien gesichert worden, sagte Christin Knospe, Sprecherin der Polizeidirektion Nord, der Deutschen Presse-Agentur am Montag. „Wir prüfen die Zusammenhänge.“

Menschliches Handeln verursacht nach Angaben des Umweltministeriums mehr als 90 Prozent aller Waldbrände mit bis zu 99 Prozent der Waldbrandschadflächen. „Das macht uns massiv Probleme“, berichtete der stellvertretende Waldbrandschutzbeauftragte Philipp Haase am Montag.

Die Spuren der Brandstifter wurden gesichert

Nahezu im gesamten Land galt am Montag laut Umweltministerium die höchste Waldbrandgefahrenstufe fünf. Nur in Potsdam-Mittelmark galt die zweithöchste Stufe vier. Brandenburg verfügt über eine Waldfläche von rund 1,1 Millionen Hektar.

Am Montag brach südwestlich von Gransee (Oberhavel) ein Brand aus. Ob es sich um ein Feuer auf einer Ackerfläche oder in einem Waldstück handelt, konnte Haase zunächst noch nicht sagen. Die Waldbrandfrüherkennung habe eine große Rauchentwicklung registriert.

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In der Lieberoser Heide sind die Einsatzkräfte nach dem großen Brand auf 90 Hektar Fläche vor drei Wochen noch immer mit Nachlöscharbeiten befasst. Bis zu 20 kleinere Brandstellen gebe es noch, sagte Haase.

Die Zahl der Feuer seit Beginn der Waldbrandsaison stieg auf rund 376 auf einer Fläche von etwa 930 Hektar. Das Risiko von Waldbränden sei weiter sehr hoch, betonte der Waldbrandschutzexperte.

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