Die Täter sollen sich als Polizisten ausgegeben haben (Symbolbild).  Foto: imago images/Dean Pictures

Weil sie sich als Polizisten ausgegeben und Raubtaten begangen haben sollen, stehen zwei Männer und eine Frau vor dem Landgericht. Die 37- bis 49-Jährigen sollen vor vier Monaten am U-Bahnhof Gleisdreieck in Kreuzberg zwei Überfälle verübt haben.

Die beiden Männer schwiegen zu Prozessbeginn am Donnerstag geschwiegen. Der Anwalt der Frau erklärte, die 42-Jährige habe sich auf dem Bahnhof aufgehalten, um Drogen zu kaufen. Sie habe mit den Taten „nichts zu tun und nichts wahrgenommen“.

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Das mutmaßliche Trio soll im Juli 2020 zunächst einen Mann mit einer echt aussehenden Spielzeugpistole bedroht haben. Dem Attackierten sei die Pistole an die Schläfe gehalten worden, so die Staatsanwaltschaft. Der 37-jährige Angeklagte habe das Opfer im Beisein der mutmaßlichen Komplizen angesprochen und vorgetäuscht, alle drei seien Polizisten.

Zwei Angeklagte in Haft, dritte kam frei

„Dann griff er in die Hosentasche des Zeugen und entnahm einen 50-Euro-Schein“, so der Vorwurf. Die Mitangeklagten hätten die Tat abgesichert. Kurz danach sollen die Angeklagten einen anderen Mann in einem Aufzug zu Boden gebracht und nach Beute durchsucht haben.

Die Angeklagten wurden am Tag der mutmaßlichen Tat festgenommen. Die beiden Männer befinden sich seitdem in Haft. Die Frau, die damals ohne festen Wohnsitz gewesen sein soll, war nach zwei Monaten in Untersuchungshaft freigekommen. Für den Prozess sind vier weitere Verhandlungstage bis zum 7. Dezember vorgesehen.