Eine Kiezkneipe in Schöneberg trägt den schönen Namen "Heckmeck".   imago/Stefan Zeitz

In der Berliner Alltagssprache gibt es viele lustig klingende Begriffe. Bestimmt verwenden auch Sie den einen oder anderen davon manchmal. Aber wissen Sie auch genau, was sich hinter Tunichtgut, Piesepampel & Co. verbirgt. Der Berliner KURIER klärt auf. 

Tunichtgut: Dieser Begriff charakterisiert einen (zumeist jungen) Menschen, der Unfug und Unnützes treibt, Schlimmes anrichtet und wenig mit seiner Zeit anzufangen weiß. Mögliche Synonyme sind Taugenichts oder Nichtsnutz.

Piesepampel: Das Wort hat einen abwertenden Charakter und charakterisiert einen dummen und engstirnigen Menschen. Es wird meist für einen Mann verwendet, selten für Frauen. Verbreitet ist das Wort in der ostdeutschen Mundart, im Rheinischen Dialekt und im Norddeutschen. 

Flitzpiepe: So bezeichnet man Menschen, die man wenig ernst nimmt und über die man sich ärgert. Das Wort ist besonders im Berlinischen verbreitet und ist kein Kompliment, sondern abwertend gemeint.  

Nieselpriem: Wer jemanden so nennt, meint eine niedergeschlagene, mürrische und einfältige Person, die  nicht sehr unterhaltsam oder gesellig ist. Besonders verbreitet ist der Begriff in Nord- und Ostdeutschland.  

Daffke: Wenn man etwas aus Daffke macht, dann macht man es aus Trotz, nun gerade und/oder nur zum Spaß. Besonders häufig findet sich das Wort im Nordostdeutschen und Berlinischen.  

Muckefuck: So wird Kaffee genannt, der nicht aus echten Kaffeebohnen hergestellt wurde oder scherzhaft auch schlechter oder zu dünner Bohnenkaffee. Die Herkunft erklärt der Duden aus rheinisch Mucken: braune Stauberde und verwestes Holz sowie fuck: faul. 

Heckmeck: Wenn jemand nicht so viel Heckmeck machen soll, dann ist er oder sie aufgefordert,  auf unnötige Umstände, Getue und nichtssagendes Geplapper zu verzichten. Woher das Wort kommt ist ungeklärt, es ist wohl eine Doppelung mit Anschluss an meckern.