Darf man über  Erich Honecker lachen?  Foto: imago images/Stana

Na, haben Sie heute schon gelacht? Dann sollten Sie es schleunigst versuchen – denn gerade in diesen schweren Zeiten kann etwas Humor gegen die miese Stimmung und den Lockdown-Frust helfen. Michael Karsten lebt das Lachen  – der Coach und Kommunikationstrainer (46) gründete im Netz die Seite witze.tv, sammelt hier Späße aus aller Welt. Mehr als 12.000 flotte Sprüche und Gags zählt seine Sammlung.

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Darunter auch Witze über Ossis, über Wessis und die DDR-Zeit. Darf man darüber lachen? Selbstverständlich! Hauptsache, der Witz hat eine überraschende Pointe. „Je überraschender sie ist, desto besser zündet der Witz“, sagt Karsten. Auch er kann aber nicht über alle Dinge lachen. „Auf meiner Seite gibt es zum Beispiel nichts über Trump. Es gibt Leute, die man auch in Witzen nicht verharmlosen sollte“, sagt er.

Können Sie über diese zehn lustigen DDR-Witze lachen?

Vor ein paar Wochen stellte der KURIER bereits DDR-Witze aus Karstens Sammlung vor - auf Facebook schickten einige Nutzer daraufhin ihre eigenen Witze ein. Hier kommen deshalb zehn neue Späße aus Honeckers Zeiten. Können Sie darüber schmunzeln?


Zeitansage in der Stimme der DDR: „Beim nächsten Ton ist es 8 Uhr. Für unsere Genossen von der Volkspolizei: 8 Uhr ist, wenn der große Zeiger nach oben und der kleine auf die Brezel zeigt!“


Eine Frau kommt ins Centrum-Warenhaus. „Ich hätte gerne eine weiße Bluse.“ – „Ham wa nich.“–„Dann einen schönen weißen BH?“–„Ham wa nich.“–„Einen schönen weißen Slip?“ – „Könn se haben, aber dazu brauchen wir eine Bescheinigung Ihres Betriebes, dass Sie einer bückenden Tätigkeit nachgehen.“


Ein Ami, ein Russe und Erich Honecker unterhalten sich, wer am schnellsten bauen kann. Der Ami sagt: „Wir renovieren das Weiße Haus in zwei Wochen.“ Der Russe sagt: „Wir streichen die Kreml-Mauer in einer Woche.“ Darauf Honecker: „Ich bin heute Morgen über den Alex gelaufen und sah einen Bauarbeiter. Ich fragte ihn, was er macht. Er sagte: Wir bauen hier eine Brauerei. Als ich am Abend wiederkam, war er schon besoffen.“


Ganz stolz sendet die DDR einen neu hergestellten Draht, so fein wie ein Haar, nach Japan – um zu zeigen, was sie drauf hatten. Nach einiger Zeit kommt dieser Draht zurück, mit dem Kommentar: „Wir konnten leider nichts mit dem Draht anfangen. Haben ihn aber mal aufgebohrt und ein Gewinde reingeschnitten.“


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Oma war zum ersten Mal im Westen. Da wird sie gefragt: „Und, wie war's drüben?“ Antwortet sie: „Ach, wie bei uns. Mit der D-Mark kriegste alles.“


Erich Honecker sitzt in seiner Staatskarosse und sein Chauffeur fährt. Als sie so über eine Landstraße fahren, fragt Honecker, ob er mal ans Steuer darf. Der Chauffeur lässt ihn.  Kurze Zeit später fährt Honecker ein Huhn tot. Sein Chauffeur sagt: „Gehen Sie zum Bauern und sagen Sie es ihm.“ Honecker geht hin. Nach einer Weile kommt er zurück: blaues Auge, Haare ausgerissen, die Nase blutet und sein Jackett ist zerrissen. „Was war denn los?“, fragt der Chauffeur. Honecker darauf: „Frag‘ bloß nicht!“ Der Chauffeur fährt weiter – und nach eine Weile fährt er ein Schwein tot. Honecker freut sich und reibt sich die Hände. „Jetzt gehst du zum Bauern!“ Der Chauffeur geht hin, Honecker wartet eine Stunde, zwei Stunden und nach drei Stunden kommt der Chauffeur wieder. Voll bepackt mit Würsten, Bier, Wein, Brot und Kuchen. Erich schaut erstaunt und fragt: „Was hast du denn gemacht und gesagt?“ Darauf der Chauffeur: „Ich habe gesagt: Ich bin der Chauffeur von Honecker und das Schwein ist tot.“


Zwei Volkspolizisten gehen über den Alexanderplatz. Auf ihrem Weg liegt ein 20-Pfennig- Stück. Sagt der eine: „Du, damit kann man telefonieren.“ Der andere hebt den Zwanziger hoch, hält sich die Münze an den Mund und sagt: „Hallo Mutti, hörst du mich?“


In Ostberlin stand damals schon ein Bananenautomat: Jeder, der eine Banane rein warf, bekam eine Ostmark.


Honecker liegt im Spezialkrankenhaus der DDR-Führung, um sein Bett ist die ganze Regierung versammelt. „Ist Staatsminister Mielke hier, ist Verteidigungsminister Kessler anwesend?”, fragt er mit schwacher Stimme, „sind alle hier?” – „Jawohl“, kommt es im Chor. Da richtet sich Honecker auf und fragt zitternd: „Und wer passt inzwischen auf das Volk auf?“


Die Stasi verhört einen Kirchgänger: „Gibst du zu, dass du gerade in der Kirche warst?“ – „Ja.“ – „Gibst du auch zu, dass Du die Füße von Jesus Christus am Kreuz geküsst hast?“ – „Ja.“ – „Würdest du auch die Füße unseres Genossen Erich Honecker küssen?“ – „Sicher, wenn er dort hängen würde!“