Katze Smallie verlor durch eine Tumor-Operation ein Auge - nun ist die süße Samtpfote gestorben.
Katze Smallie verlor durch eine Tumor-Operation ein Auge - nun ist die süße Samtpfote gestorben. Sally Lazic

Im Tierheim in Berlin leben unzählige Tiere, die sehnsüchtig auf ein neues Zuhause warten – umso schöner ist es für jeden Hund und jede Katze, wenn sich endlich ein neues Herrchen oder Frauchen findet. Besonders groß war die Freude bei Katze Smallie: Die Samtpfote litt unter einem Hirntumor, verlor im Rahmen einer Operation ein Auge. Die Tierpfleger suchten für sie eine Hospizstelle, der KURIER half mit einem Artikel.

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Vor ein paar Wochen konnte ich an dieser Stelle die frohe Nachricht verkünden: Tatsächlich gelang es, ein neues Zuhause für Smallie zu finden. Sie durfte nach Oranienburg ziehen, zu einem liebevollen Frauchen mit großem Garten und zwei weiteren Katzen-Freunden. Doch das Glück hielt nur kurz: Vor ein paar Tagen ist Smallie nun plötzlich verstorben, berichtet das Tierheim. Das Kätzchen ist, so sagen es Tierfreunde gern, über die Regenbogenbrücke gegangen.

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Tierheim-Katze Smallie fand ein neues Zuhause in Oranienburg

Smallie fand ein neues Zuhause. „Und dann ging es doch ganz schnell“, schreiben die Tierschützer auf Facebook. „Gerade erst haben wir Euch glücklich berichtet, dass unsere Smallie mit ihrem Hirntumor nochmal ein traumhaftes Hospizplätzchen gefunden hat, da hat sie sich schon auf den Weg gemacht.“

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Katze Smallie bekam bei ihrem neuen Frauchen ganz viel Liebe.
Katze Smallie bekam bei ihrem neuen Frauchen ganz viel Liebe. Sally Lazic

Man habe gehofft, dass Smallie noch ein paar Wochen oder Monate genießen kann, aber manchmal sei so ein Tumor „eben besonders grausam und unvorhersehbar“, heißt es. „Aber wisst Ihr was: Umso dankbarer sind wir, wie schön sie es nochmal hatte. Sie wurde so geliebt ... und wird jetzt sehr vermisst. Sie nimmt ganz viel Liebe mit über die Regenbogenbrücke.“

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Smallie landete im Tierheim, weil sich die Vorbesitzer die Tierarztkosten nicht mehr leisten konnten. Wie viel Zeit ihr noch bleiben sollte, ließ sich von Anfang an nicht abschätzen. Aber: Die Katze genoss ihr Leben, trotz fehlendem Auge und schwerer Erkrankung. „Smallie lässt sich in keiner Weise anmerken, dass ihr Leben stark verkürzt sein kann – sie ist offen, lebenslustig und total verschmust“, schrieben die Tierpfleger in ihrem Steckbrief.

Ich finde diese Geschichte natürlich sehr traurig – aber zugleich auch unfassbar schön. Ich freue mich, dass es nach einem Artikel im KURIER überhaupt gelang, Smallie zu vermitteln – denn vor allem bei alten und kranken Tieren ist das alles andere als selbstverständlich. Hunde und Katzen mit Handicaps werden in den Tierheimen oft zu „Ladenhütern“, um dieses unsägliche Wort einmal zu nutzen.

Schön, dass Smallie noch einmal ein neues Körbchen fand

Ich stelle mir vor, wie Smallie im Tierheim wartete, das Herz gebrochen, weil die ehemaligen Besitzer sie im Stich ließen. Wie es dann urplötzlich in ein neues Zuhause ging, wo sie sich noch einmal in einem neuen Körbchen zusammenrollen konnte, wo sie leckeres Futter, neues Spielzeug und – vor allem – ganz viel Liebe bekam. Es traurig, dass sie sterben musste. Aber es ist zugleich gut, dass sie ein geschütztes Zuhause fand, bevor sie ihre letzte Reise antrat.

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Der Fall von Smallie zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist, Tieren aus dem Tierheim ein neues Zuhause zu öffnen. Die ganze Welt will Hundewelpen und Katzenbabys, die dann aus dubiosen Quellen kommen, im Netz angeboten und auf der Straße vertickt werden. Bitte nicht. Gehen Sie auf die Website des Tierheims, werfen Sie einen Blick in die Datenbank – und öffnen Sie ihr Herz für diese armen Seelchen, die sich über Ihre Liebe so sehr freuen werden.

Florian Thalmann schreibt jeden Mittwoch im KURIER über Tiere.
Kontakt in die Redaktion: wirvonhier@berlinerverlag.com