Bei einem Wohnungsbrand in Britz ist ein kleines Kind gestorben.
Bei einem Wohnungsbrand in Britz ist ein kleines Kind gestorben. Morris Pudwell

Einen Sohn konnte der Vater nicht retten. Und auch die Notärzte waren machtlos. Bei einem schrecklichen Wohnungsbrand in Berlin-Neukölln ist ein zweijähriger Junge am Dienstagabend uns Leben gekommen. Der 35-jährige Vater kam mit Brandwunden schwer verletzt ins Krankenhaus, auch der zweite Sohn liegt in einer Klinik.

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Kleinkind konnte nach Wohnungsbrand nicht gerettet werden

Was war passiert? Gegen 21.1o Uhr brach am Dienstagabend im Wesenberger Ring 15E in Britz ein Wohnungsbrand in einem viergeschossigen Wohnhaus aus. Mit verheerenden Folgen. Nach internen Informationen entzündete sich das Feuer ausgerechnet im Kinderzimmer der Wohnung im ersten Obergeschoss. Eine Nachbarin hatte gegen 21.10 Uhr einen ausgelösten Brandmelder in einer Wohnung gehört und die Feuerwehr gerufen.

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Die Feuerwehr rückte Minuten später mit 56 Rettungskräften an. Während der 35-jährige Vater einen fünfjährigen Sohn aus der brennenden Wohnung retten konnte, kam jede Hilfe für seinen zweijährigen Sohn zu spät. Der Vater wurde mit Verbrennungen und einer Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht. Der Fünfjährige kam mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ebenfalls in ein Krankenhaus.

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Das Feuer war im Kinderzimmer der Wohnung im ersten Obergeschoss ausgebrochen.
Das Feuer war im Kinderzimmer der Wohnung im ersten Obergeschoss ausgebrochen. Morris Pudwell

Doch für das zweijährige Kleinkind aus der Brandwohnung kam jede Hilfe zu spät. Der kleine Junge wurde vor Ort im Rettungswagen reanimiert, doch das Kind starb noch vor Ort. „Bei einer starken Rauchgasentwicklung reichen zwei, drei Atemzüge, bis man bewusstlos wird“, erklärt ein erfahrener Feuerwehrmann. Nach weiteren fünf Minuten ist eine Rauchgasvergiftung bereits tödlich. Erwachsene können sich im Notfall noch selber retten. Ein schlafendes Kind in seinem Bett hat kaum eine Chance.

Die Feuerwehr rettete an diesem Abend weitere Menschen aus dem Haus – mit Fluchthauben. Eine leitende Notärztin, weitere Notärzte und Notfallsanitäter sichteten und versorgten neun Anwohner. Der Brand selber konnte schnell gelöscht werden. Gegen halb eins in der Nacht war der Einsatz beendet.

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Vater nach Wohnungsbrand mit schweren Verletzungen im Krankenhaus

Der Vater kam mit Brandverletzungen zweiten bis dritten Grades in ein Brandverletztenzentrum ins Unfallkrankenhaus Marzahn. Sein anderes Kind erlitt eine schwere Rauchgasvergiftung und kam zur Versorgung in eine Druckkammer eines Krankenhauses nach Berlin-Friedrichshain. Die Ermittlungen zur Brandursache führt ein Brandkommissariat des Landeskriminalamtes. Sie dauern an.

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