Welpe Amadeus litt an Parvovirose, überlebte die Infektion nicht.
Welpe Amadeus litt an Parvovirose, überlebte die Infektion nicht. Tierheim Berlin

Wer bringt so etwas übers Herz? Eigentlich gab es für Tierfreunde in diesem Jahr einen Grund zur Freude: Wie das Tierheim am 27. Dezember verkündete, wurden über die Weihnachtstage weniger Tiere aus im vergangenen Jahr auf den Straßen Berlins ausgesetzt oder gingen verloren. Doch diese Nachricht erschüttert Berlins Hunde-Fans: An den Tagen vor Weihnachten landeten fünf Welpen im Tierheim – fast alle starben.

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Mit einem emotionalen Post machen die Tierschützer nun erneut auf das Problem des Welpenhandels aufmerksam. Denn: Immer wieder passiert es – besonders an den Tagen vor dem Fest – dass Menschen einen Hund als Geschenk kaufen wollen, dabei auf dubiose Tierhändler hereinfallen. Die Hundebabys kommen dann aus Zucht-Anlagen in den Ostblockstaaten, werden viel zu früh von ihren Müttern getrennt, wachsen unter furchtbaren Bedingungen auf – und schleppen auch tödliche Viren mit sich.

Infektionen: Fünf Welpen landeten im Tierheim, nur vier überlebten 

So auch in diesem Fall. „Der kleine Amadeus wurde kurz vor Weihnachten gefunden, ausgesetzt in einer Transportbox“, schreiben die Tierschützer zu einem Foto des süßen Welpen. „Als er zu uns kam, jammerte er vor Schmerzen. Er war ein Häufchen Elend, zu schwach, um auch nur allein zu stehen. Ein einsames, trauriges Hundekind, keine acht Wochen alt und todkrank.“

Die Diagnose: Amadeus litt an der gefürchteten Parvovirose, einer Erkrankung, die viele Tiere aus dem Welpenhandel mit sich tragen. „Wir haben alles versucht, um ihn zu retten. Doch vergeblich: Parvovirose ist tückisch, Amadeus starb. Von fünf Welpen, die allein in den Tagen vor Weihnachten bei uns eingeliefert wurden, lebt nur noch einer. Wir sind unendlich traurig.“

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Man dürfe den Kampf gegen den Welpenhandel deshalb nicht aufgeben, schreiben die Tierschützer. „Bitte macht mit, klärt Unwissende auf, bringt das Thema Welpenhandel zur Sprache. Für Amadeus und all die anderen kleinen Opfer.“ Die Tierfreunde auf Facebook sind empört.

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„Warum lernen die Menschen denn nicht dazu? Es grenzt einfach nur an riesengroßer Dummheit und Verantwortungslosigkeit“, schreibt ein Nutzer in einem Kommentar. In einem anderen Beitrag heißt es: „Komm gut über die Regenbogenbrücke, süßer kleiner Mann. Es ist immer wieder so traurig zu hören. Bitte nehmt doch Tiere aus dem Tierheim. Das sind auch so liebe arme Seelen.“