Schon mehrfach demonstrierten Reisebüros in Berlin. Foto: imago/Sabine Gudath

Nach den Lockerungen der Corona-Krise gehen jene, die unter den wirtschaftlichen Folgen leiden, auf die Straße – diesen Mittwoch melden sich die Mitarbeiter der Tourismusbranche bei einer großen Kundgebung zu Wort. Reisebüros, Reiseveranstalter und Busunternehmen treffen sich in Berlin. „Wir werden nicht lockerlassen, bis eine längerfristige und tragfähige Entscheidung der Regierung für unsere Reisebüros und die gesamte Touristikbranche beschlossen wurde“, sagt Marion Tibursky, Inhaberin eines Reisebüros in der Prenzlauer Allee.

Hintergrund: Die kleinen Unternehmen sind von der durch die Corona-Krise ausgelösten Stornierungswelle schwer getroffen. Unter anderem mussten die Reisebüros bei Stornierungen die verdienten Provisionen zurückzahlen. „Das ist unser Verdienst, den wir bereits in Fixkosten und unsere Mitarbeiter investiert haben“, sagt Petra Dyk, die mit ihrem Mann ein Büro in Lichtenberg betreibt. Ändert sich an den bisherigen Regelungen nichts, droht eine riesige Insolvenz-Welle. Diesen Mittwoch machen die Mitarbeiter der Branche an zehn verschiedenen Plätzen in Berlin von 12 bis 15 Uhr auf ihre Notlage aufmerksam, fordern einen Rettungsfonds. Tibursky: „Wir sind auf einem guten Weg. Wir zeigen weiter Gesicht, bis offiziell beschlossen wurde, dass uns geholfen wird.“