Prozess

Tod nach Sex-Date in Berlin: Anklage wegen Mordes!

Zwei Männer verabreden sich über eine Dating-Plattform zum Sex. Für einen endet das Treffen tödlich.

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Die Statue Justitia ist in einem Gericht zu sehen. (Symbolbild)
Die Statue Justitia ist in einem Gericht zu sehen. (Symbolbild)Peter Steffen/dpa

Nach dem gewaltsamen Tod seines Sex-Partners soll ein 56-Jähriger in Berlin wegen Mordes vor Gericht kommen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, einen 42-Jährigen zu seinem Lustgewinn getötet zu haben, und hat Anklage erhoben, wie ein Sprecher am Freitag mitteilte. Der Beschuldigte sitzt bereits seit Dezember in Untersuchungshaft.

Laut den Ermittlungen sollen sich die beiden Männer aus Berlin am 13. Dezember 2023 in der Wohnung des später Getöteten getroffen haben, nachdem sie sich über eine Dating-Plattform für Homosexuelle zum Sex verabredet hatten. Dazu soll es auch gekommen sein. Zur eigenen Luststeigerung soll der ältere dem jüngeren Mann sogenannte K.o.-Tropfen gegeben und auf dessen Kopf eingeschlagen haben. Dabei hat er aus Sicht der Staatsanwaltschaft zumindest billigend in Kauf genommen, dass der Sex-Partner sterben könnte.

In Panik aus der Wohnung geflohen – eine Woche später verhaftet

Nach dessen Tod sei der 56-Jährige zunächst in Panik aus der Wohnung geflohen, hieß es. Eine Woche später sei der Mann mit deutsch-portugiesischer Staatsbürgerschaft jedoch festgenommen worden.

Als K.o.-Tropfen werden verschiedene Arten von Drogen bezeichnet, die Täter zum Beispiel Opfern heimlich in Getränke schütten, um sie zu betäuben oder wehrlos zu machen. In vielen Clubs werden solche Mittel in niedrigeren Dosierungen auch freiwillig als Partydrogen genommen. In dem vorliegenden Fall soll es sich laut Staatsanwaltschaft um Gammahydroxid und Buttersäure gehandelt haben. ■