Die Weihnachtsbaumfütterung der Elefanten ist Tradition im Zoo.  dpa

Das Weihnachtsfest ist längst vorbei – nur nicht im Berliner Zoo und im Tierpark. Dort gab es am Mittwoch eine tierische Bescherung. Tannenbäume, die für so manchen Bewohner ein wahrer Festschmaus oder ein begehrtes Spielzeug sind.

Gleich mehrere hundert Tannenbäume kamen in den beiden Berliner Tiergärten per Lkw an. Und das festliche Grün fand bei den Tieren reißenden Absatz.

Die Rentiere im Zoo benutzen die Bäume quasi als Sparringpartner, berichtete Sprecherin Christiane Reiss. Mit ihren Geweihen lieferten sie sich einen kleinen Kampf mit dem Gehölz, stülpten es sich auf ihre Köpfe. Auch die Bisons waren ganz begeistert, schubberten zunächst ihre Rücken an den Tannen, bevor sie, angelockt vom Duft der Nadeln, die Bäume annagten und die Rinden verputzten.

Ein Rentier benutzte im Zoo den Weihnachtsbaum als Sparringpartner. AFP

Ein Fest der Sinne waren die Tannenbäume auch für die Elefanten. Denn die stachligen Gehölze sind für sie einmal im Jahr eine ungewöhnliche Bereicherung ihres Speiseplanes. Besonders aufgeregt waren dabei die beiden Elefantenkinder, die im Sommer im Zoo zur Welt kamen. Für sie war es die erste Begegnung mit einem Tannenbaum, mit dem man nicht nur wunderbar spielen, sondern ihn auch fressen kann.

Für Elefanten-Kinder im Zoo werden noch Namen gesucht

Übrigens: Für die beiden Elefantenkinder, ein Mädchen und ein Junge, werden noch Namen gesucht.  „Wir freuen uns darüber, wenn die Berliner uns ihre Vorschläge schicken“, sagt Zoo-Sprecherin Reiss.

Ein Weihnachtsbaum ist für Elefanten ein leckeres Fressen. AFP

Die Tannenbäume, die Zoo und Tierpark traditionell nach den Feiertagen erhalten, sind keine Weihnachtsbäume, die vorher in den Wohnungen der Berliner standen. Es sind nichtverkaufte und unbehandelte Weihnachtsbäume, die von bestimmten Händlern gespendet werden. „Nur so können wir sicherstellen, dass die Bäume qualitativ unbedenklich und somit für unsere Tiere geeignet sind“, sagt Zoo- und Tierparkdirektor . Andreas Knieriem. „Das Tierwohl geht für uns immer vor. Aus diesem Grund können wir leider auch keine privaten Weihnachtsbaum-Spenden annehmen.“

Erst mit dem Weihnachtsbaum kämpfen, dann ihn fressen – das machen auch die Bisons im Zoo. AFP

Mit dem verspäteten tierischen Festtagsschmaus ist die Weihnachtszeit vor allem im Tierpark noch nicht beendet. Denn dort wurde das winterliche Fest „Weihnachten im Tierpark“, dass den größten Landschaftstiergarten Europas abends in ein zauberhaftes Lichtermeer verwandelt, bis zum 16. Januar 2022 verlängert. Tickets gibt es unter www.weihnachten-im-tierpark.de. Am 31. Dezember 2021 ist die Schau allerdings geschlossen.