Marilyn Monroe als Teil eines Telefons: Wenn es klingelt, fliegt das Kleid hoch. Leider nur theoretisch: Die Mechanik ist ausgeschaltet.
Marilyn Monroe als Teil eines Telefons: Wenn es klingelt, fliegt das Kleid hoch. Leider nur theoretisch: Die Mechanik ist ausgeschaltet. dpa/Christoph Söder

Telefonieren ist, wenn man miteinander sprechen kann, ohne sich räumlich nahe zu sein. Das ist offenbar zu langweilig. Sonst wäre wohl ein Hersteller nicht auf die Idee gekommen, ein Telefon zu konstruieren, auf dem das Kleid einer Marilyn Monroe-Puppe hochfliegt, wenn es klingelt ...  Eine Erinnerung an Hollywoods „Sexbombe“, die in Billy Wilders„ Das verflixte  7. Jahr“ auf einem U-Bahn-Luftschacht steht,  bis der Luftzug eines Zuges ihr  Kleid lüftet.

Marilyn Monroe posiert mit hochwehendem Rock über einem New Yorker Luftschacht, Filmpartner Tom Ewell bekommt etwas zu sehen: Die für ein Werbefoto nachgestellte Szene aus „Das verflixte 7. Jahr“ sorgte 1955 für einige Aufregung.
Marilyn Monroe posiert mit hochwehendem Rock über einem New Yorker Luftschacht, Filmpartner Tom Ewell bekommt etwas zu sehen: Die für ein Werbefoto nachgestellte Szene aus „Das verflixte 7. Jahr“ sorgte 1955 für einige Aufregung. dpa

Im Berliner Museum für Kommunikation (Leipziger Straße) haben die Mitarbeiter aus den Tiefen des Depots diese und andere Eigentümlichkeiten für die  Ausstellung „Kuriose Kommunikation“ zusammengetragen, von der Brokat-Hülle fürs Telefon bis zur Betrugs-Telefonkarte.

Raum-Post für die Aliens in ganz großer Fernee

Da sind Kopien der Daten-Platten zu sehen, die 1977 mit den Raumsonden Voyager 1 und 2 ins All geschossen wurden. Sollte ein Außerirdischer sie mal finden, könnte er unter anderem erkennen, wo im All die Menschheit existiert (falls es sie noch gibt). Inzwischen ist Voyager 1 fast 23,5 Milliarden Kilometer von der Sonne entfernt, Voyager 2 hat 19,53 Milliarden Kilometer geschafft ... Beide haben unser Sonnensystem seit Jahren verlassen.

Besucher lernen, dass der pazifische Inselstaat Vanuatu ein Unterwasser-Postamt mit Unterwasser-Briefkasten hat, in den man wasserfeste Postkarten einwerfen kann (eine solche wird gezeigt), oder dass ein Katapultpostbrief von 1932 nur mittelbar ans Ziel geschleudert wurde.

Briefe im Schleuderflug und Dampf für die Mitleser

Er hatte unter anderem mit einem Dampfer Teile des Atlantiks überquert, wurde dort in ein Wasserflugzeug  geladen, das vom Deck katapultiert wurde, so dass die Post schneller am Ziel war als das Schiff.

„Kuriose Kommunikation“ ist bis zum 2. Oktober 2022 zu sehen

Leipziger Straße 16.
Öffnungszeiten: di. 9-20 Uhr, mi.-fr. 9-17 Uhr, sbd., so. und feiertags 10-18 Uhr. 
Eintritt 6 Euro, ermäßigt 3 Euro, Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre frei.
Weitere Infos gibt es hier.

Wozu der VEB „Hermann Matern“ 1983 im Auftrag der Staatssicherheit den Dampfentwickler TUR USI 50 produziert hat, erschließt sich dagegen fast von selber ... schneller hat er die Briefbeförderung in der DDR jedenfalls nicht machen sollen.