Mehrere Berliner Taxis stehen am Rande einer Demonstration.
Foto: Berliner Zeitung/Paulus Ponziak

Etwa 500 Taxifahrer haben am Mittwoch vor dem Roten Rathaus in Berlin gegen die künftigen Verkehrsregeln am neuen Hauptstadtflughafen BER demonstriert. Es kam zu Beeinträchtigungen im Straßen- und Busverkehr. Wie die Berliner Verkehrsinformationszentrale auf Twitter mitteilte, verließen die Taxifahrer gegen 13.30 Uhr den Ort der Kundgebung wieder. Die Sperrungen wurden daraufhin aufgehoben.

Grund für die Demonstration ist ein Beschluss, der das Kundengeschäft von Taxifahrern am Flughafen BER einschränke, hieß es. Die Senatsverwaltung Berlin und der Landkreis Dahme-Spreewald hatten sich Mitte September darauf geeinigt, dass aus beiden Regionen jeweils 300 Taxis das Recht erhalten, Fahrgäste am neuen Hauptstadtflughafen aufzunehmen.

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„Werden aufgrund steigender Nachfrage weitere Taxen nötig, ist die Zahl im Verhältnis 1:1 aufzustocken“, teilte die Senatsverwaltung damals mit. Die Auslosung soll am Donnerstag in Berlin erfolgen. Die Obergrenze liege zunächst bei 1100 Fahrzeugen, hieß es. Aus Sicht der Berliner Taxiunternehmer ist das zu wenig.

„In Berlin sind 7300 Taxis unterwegs“, sagte Taxi-Unternehmer Erkan Özmen am Mittwoch. Er hatte die Demonstration organisiert und fordert, dass sämtliche Taxis aus der Hauptstadt auch das sogenannte Laderecht erhalten, also Fahrgäste am Flughafen nicht nur absetzen, sondern auch aufnehmen dürfen.