Die Polizei hat im Fall des syrischen Flüchtlings Ermittlungen eingeleitet (Symbolbild). Foto: imago images/Bernd Günther

Ein 21-jähriger Flüchtling aus Syrien ist in Berlin wegen mutmaßlicher Beteiligung am Kampf für eine islamistische Terrormiliz festgenommen worden. Er befinde sich in Untersuchungshaft, so ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Es gehe um den „Verdacht der Mitgliedschaft in der islamistischen terroristischen Vereinigung ‚Ahrar al-Sham‘ und der Teilnahme an Kampfhandlungen in Syrien“, schrieb die Generalstaatsanwaltschaft auf Twitter.

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Der Mann soll als Jugendlicher im Sommer 2013 mehrere Monate in Syrien unter anderem gegen russische Truppen gekämpft haben. Dabei schoss er den Vorwürfen nach auch selbst mit einem Sturmgewehr des Typs Kalaschnikow. In dem Zusammenhang gehe es um die mögliche Beteiligung an Mord, Totschlag und Kriegsverbrechen, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Nach eigenen Angaben war er damals 15 Jahre alt. Das in Deutschland angegebene Geburtsdatum lautete 1.1.1999. Wie alt der Mann tatsächlich ist, ist bisher unklar.

Er ist eigentlich einer Flüchtlingsunterkunft im Nordwesten Brandenburgs zugewiesen, lebe aber auch in Berlin, hole sich dort Geld vom Jobcenter ab, hieß es. Bei einem Termin im Oktober soll er dort gesagt haben, lieber wieder zurück nach Syrien reisen zu wollen, um weiter für die Islamisten zu kämpfen. Daraufhin wurde die Polizei informiert und entsprechende Ermittlungen eingeleitet.