Michael Stübgen gibt seinen Posten als Brandenburger CDU-Vorsitzender auf.
Michael Stübgen gibt seinen Posten als Brandenburger CDU-Vorsitzender auf. dpa/Soeren Stache

Nach drei Jahren ist für Brandenburgs Michael Stübgen Schluss als CDU-Voristzender in Brandenburg. Er wolle nicht mehr als Vorsitzender kandidieren. Das kündigte der 63-Jährige am Freitag vor dem CDU-Landesvorstand in Potsdam an. „Jetzt ist die Zeit, sich personell und inhaltlich für die Zukunft aufzustellen und einen Generationenwechsel an der Spitze unseres Landesverbandes einzuleiten“, teilte Stübgen mit.

Gleichzeitig will Stübgen jedoch seinen Ministerposten vorerst behalten. „Ich bleibe Vize-Ministerpräsident und ich bleibe Innenminister und werde die Arbeit, die ich begonnen habe vor drei Jahren, auch zu Ende führen.“

Nachfolger für Stübgen soll CDU aus Umfragetief führen

Wer ihm nachfolgt, soll eine Mitgliederbefragung vom 31. Januar bis 3. März klären, wie der Landesvorstand am Freitagabend einstimmig beschloss. Stübgen hatte den Landesvorsitz 2019 zunächst kommissarisch nach der Landtagswahl übernommen, als die Partei gespalten und der damalige Landeschef Ingo Senftleben zurückgetreten war. Die CDU ist seit 2019 Teil der rot-schwarz-grünen Landesregierung in Brandenburg.

„Es war nicht mein Ziel, Landesvorsitzender in Brandenburg zu werden“, sagte Stübgen mit Blick auf die damalige Zeit. „In den letzten drei Jahren habe ich es durchaus geschafft, die Partei ruhig zu halten.“ Nun komme es darauf an, die Partei neu aufzustellen, sagte Stübgen dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb). In Umfragen lag die CDU zuletzt bei 17 bis 18 Prozent. 

Jan Redmann gilt als möglicher Nachfolger

Als möglicher Nachfolger wird CDU-Landtagsfraktionschef Jan Redmann gehandelt, der auch Mitglied des Bundesvorstands ist. Wer sich als CDU-Landeschef in Brandenburg bewerben will, hat bis zum 6. Januar dafür Zeit - notwendig ist aber eine Nominierung durch einen Kreisverband oder eine Landesvereinigung der CDU.

Die rund 5500 Mitglieder der Christdemokraten in Brandenburg können per Post oder im Internet abstimmen. Das Ergebnis soll am 5. März veröffentlicht werden. Im März soll ein Landesparteitag den Landesvorstand offiziell wählen. Stübgen sieht auch mit der Mitgliederbefragung eine Chance für einen Wechsel ohne Brüche.

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