Menschen gehen beim Studierendenwerk Berlin über den Uni-Campus. Wohnen wird in Berlin auch für Studenten teurer.
Menschen gehen beim Studierendenwerk Berlin über den Uni-Campus. Wohnen wird in Berlin auch für Studenten teurer. Christoph Soeder/dpa

Die Teuerung macht auch bei Mieten für Zimmer im Studentenwohnheim nicht halt. Ab dem kommenden Jahr müssen Studierende in Berliner Wohnheimen mehr zahlen, berichtet der rbb.  Das Studierendenwerk spreche von einer Erhöhung, wie es sie noch nie gegeben habe.

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Das Studierendenwerk Berlin wird die Mieten in den Wohnheimen um 60 Euro pro Monat erhöhen. Das teilte die Sprecherin des Studierendenwerks Berlin, Jana Judisch, dem rbb mit.  Demnach gilt die Erhöhung ab dem 1. Januar 2023.

Erhöhung des Mietzinses ab 2023 in Studentenwohnheimen in Berlin

Von der Erhöhung sind neue Mietverträge ab 2023 und Folgemietverträge ab 1. September 2022 betroffen. Insgesamt vermietet das Studierendenwerk 9.189 Wohnplätze in 32 Wohnheimen in Berlin.

Momentan beträgt die Miete für  Studierende durchschnittlich 269 Euro im Monat für einen Platz in einem Wohnheim des Studierendenwerks Berlin. Dari sind die Kosten für Strom, Wasser und Heizung bereits enthalten. Der Zuschlag von 60 Euro monatlich bedeutet also eine Mietpreissteigerung im Schnitt von rund 22 Prozent.

Eine Person geht im Studierendenwerk Berlin zur Tür.
Eine Person geht im Studierendenwerk Berlin zur Tür. Christoph Soeder/dpa

Grund für die Preissteigerungen seien die steigenden Energiepreise, sagte Judisch. Die Energiewirtschaftsstelle des Landes Berlin, die die Wohnheime mit Energie versorgt, habe dem Studierendenwerk mitgeteilt, dass die Energiekosten ab Januar 2023 voraussichtlich um bis zu 200 Prozent steigen werden.

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Günstig Wohnen für Studenten in Berlin- ein schwieriges Unterfangen

„Diese Steigerungen sind ziemlich heftig“, sagte Judisch dem rbb. „Eine derartige Erhöhung hat es im Studierendenwerk so noch nie gegeben.“ Die Erhöhung falle dem Studierendenwerk nicht leicht, so Judisch: „Wir haben es mehrfach durchgerechnet - wir kommen immer wieder auf diesen Betrag von 60 Euro, den können wir auch nicht auffangen für die Studierenden. Das Studierendenwerk muss wirtschaftlich arbeiten, das studentische Wohnen muss sich komplett selbst tragen. Diese Energiekosten müssen wir an unsere Mieterinnen und Mieter durchreichen.“ Zuletzt hatte das Studierendenwerk Berlin im Mai 2022 die Mieten um 10 Euro pro Monat erhöht.