Ein Mitarbeiter der Stadtreinigung pustet Blätter mit einem Laubbläser weg.
Ein Mitarbeiter der Stadtreinigung pustet Blätter mit einem Laubbläser weg. dpa

Laubbläser mit dröhnenden Benzinmotoren sind aus Sicht des Berliner Senats ein Übel, das möglichst vermieden werden sollte. Die Zukunft soll auch hier dem Elektroantrieb gehören. „Mit Verbrennungsmotoren betriebene Laubbläser und Laubsammler bringen erhebliche Lärmbelästigungen mit sich“, antwortete die Senatsumweltverwaltung auf eine AfD-Anfrage.

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Senat: Benzin-Laubbläser sind Lärmbelästigung

Die besonders im Herbst eingesetzten Geräte würden zwischen 106 und 112 Dezibel Lärm erzeugen. Der Benutzer höre Pegel um 100 Dezibel, im Abstand von zehn Metern kämen noch 80 Dezibel an. Das belästige Anwohner „erheblich“, so der Senat. 100 Dezibel entsprechen etwa einer lauten Kreissäge. „Grundsätzlich sollte der Einsatz von Laubbläsern auf das absolute Mindestmaß beschränkt werden. Wenn es ein Laubbläser sein muss, wird die batteriebetriebene Version empfohlen.“

Die Stadtreinigung (BSR) setze sowohl Laubbläser mit Verbrennungsmotor wie auch mit Elektroantrieb und Akku ein. Künftig soll es aber leiser werden, betonte der Senat. „Bei der Beschaffung neuer Geräte müssen aufgrund der Berliner Beschaffungsvorschriften die leisesten Geräte ausgewählt werden. Dabei sind statt lärm- und abgasintensiver Benzinmotoren bevorzugt elektrisch betriebene Geräte zu beschaffen.“ Diese kämen immer zahlreicher auf den Markt und seien etwa 10 Dezibel leiser; wegen des Aufbaus der Dezibel-Skala bedeutet das halbe Lautstärke.

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