Das Winter Wunderland sollte auch verschiedene Fahrgeschäfte nach Hoppegarten bringen (Symbolfoto). Foto: imago/Fotoagentur Nordlicht

Die Entscheidung ist gefallen – und sie hinterlässt viele lange Gesichter: Wie am Montag bekannt wurde, darf das geplante „Winter Wunderland“, ein weihnachtlicher Freizeitpark für Familien auf der Rennbahn in Hoppegarten, nicht öffnen. Die Gemeinde hatte dem Riesen-Rummel keine Genehmigung erteilt, ein Verwaltungsgericht stimmte der Entscheidung zu. Hinzu kommt, dass ab Mittwoch sowieso alle Brandenburger Weihnachtsmärkte schließen müssen. 

Jetzt lesen: Nach dem Mega-Zoff um das „Winter Wunderland“: Jetzt sollen die Berliner die armen Schausteller von Hoppegarten retten! >>

„Winter Wunderland“ in Hoppegarten: Gericht untersagte den Freizeitpark

Hintergrund: Eigentlich sollte bereits am Montag das „Winter Wunderland“ auf der Rennbahn in Hoppegarten seine Pforten öffnen, ein weihnachtlicher Freizeitpark für Familien mit Schlittschuhbahn, Lichtinstallationen, Märchenwald und Fahrgeschäften. Doch es kam zum Streit mit der Gemeinde, die dem Rummel die Genehmigung versagte. Der Veranstalter stellte daraufhin einen Eilantrag beim Verwaltungsgericht Frankfurt (Oder) – die Entscheidung fiel aber negativ aus.

Lesen Sie dazu auch: Weihnachts-Traum geplatzt! Gericht verbietet „Winter Wunderland“ in Hoppegarten – neuer Freizeitpark darf doch nicht öffnen >>

Die Gemeinde hatte unter anderem bemängelt, dass nicht klar sei, wie größere Besucher-Zuströme geregelt würden, wenn nur 5000 Besucher auf das Gelände dürfen. In der Begründung des Gerichts hieß es nun unter anderem, angesichts der Größe der Veranstaltung liege „kein ausreichendes Sicherheitskonzept“ vor. „Außerdem liegt die erforderliche Genehmigung nach dem Landesimmissionsschutzgesetz nicht vor; der Antragsteller hat es versäumt, einen Antrag auf Ausnahmegenehmigung nach dem Landesimmissionsschutzgesetz zu stellen. Es ist eine erhebliche Lärmbelästigung unbeteiligter Personen zu befürchten.“

Auf Facebook verkündete der Veranstalter, dass das „Winter Wunderland“ endgültig ausfallen muss.

Foto: Facebook

Am Dienstagmorgen teilte der Veranstalter des „Winter Wunderland“ auch auf Facebook mit, dass der geplante Freizeitpark geschlossen bleiben muss. „Aufgrund der neuen Landesverordnung Brandenburgs müssen wir unser WinterWunderland leider für dieses Jahr absagen, da in Brandenburg in diesem Jahr alle Weihnachtsmärkte verboten sind“, heißt es in einem Statement. „Wir danken allen Freunden, Partnern, Fans und Unterstützern, sowie unseren Mitarbeitern und Zulieferern, die bis zuletzt fleißig gewerkelt haben, um es euch so schön und perfekt wie möglich zu machen.“

Lesen Sie jetzt auch: Zoff um neuen Freizeitpark in Hoppegarten: Gemeinde untersagt „Winter Wunderland“ – nun soll eine Petition den Rummel retten >>

Doch unter dem Beitrag gibt es auch böse Kommentare. Der Grund: Hier gibt es kein Wort zu einer fehlenden Genehmigung. „Der ursprüngliche Fehler lag eigentlich beim Veranstalter. So kann man sich auch aus der Affäre ziehen“, schreibt etwa ein Nutzer in einem Kommentar. Eine Nutzerin stellt klar: „So wie ihr es darstellt, stimmt es nicht. Die Gemeinde hat der Eröffnung nicht zugestimmt aufgrund des nicht vorhanden Sicherheits- und Lärmschutzkonzeptes des Veranstalters. Das wurde von Gericht gestern auch so bestätigt.“

„Winter Wunderland“: Nutzer hinterlassen auf Facebook böse Kommentare

Dass zugleich beschlossen wurde, dass alle Weihnachtsmärkte in Brandenburg schließen müssen, habe nichts damit zu tun. „Es passt euch natürlich jetzt zeitlich gut in den Kram, es so hinzustellen, als wäre die Landesregierung schuld dran, dass es kein Winterwunderland gibt.“ Und einer schreibt: „So eine Heuchelei, der Veranstalter hatte eh keine Genehmigung für die Öffnung bekommen.“

Lesen Sie jetzt auch: Neue Runde im Zoff um das „Winter Wunderland“: Gemeinde verbietet Freizeitpark in Hoppegarten – jetzt geht der Weihnachts-Streit vor Gericht! >>

Doch es gibt auch viele Menschen, die sich auf den Freizeitpark freuten – und die jetzt traurig sind, mit den Schaustellern bangen. „Das tut mir soooo leid, für alle Beteiligten! Ich gab jeden Tag im Radio mitgefiebert und Daumen gedrückt, leider hat es nicht geholfen“, schreibt eine Nutzerin. „Es tut mir unendlich Leid für euch. Ich hoffe ihr bekommt eine ordentliche Entschädigung. Ich kann nicht begreifen wieso das alles erst so kurz vor Beginn entschieden wird“, heißt es in einem anderen Kommentar.