Es wird gestreikt: Am Montag bleiben die Postfilialen in Berlin geschlossen. dpa/Wendt

Auf ihrer Internetseite wirbt die Postbank noch mit einem „Raketenstart ins neue Jahr“:  Kunden müssen sich aber darauf einstellen, dass am Montag viele Postbank-Filialen geschlossen bleiben. Die Gewerkschaft Verdi hat rund 15.000 Beschäftigte in allen Postbank-Callcentern sowie den Filialen in Berlin, Dortmund und Köln zu einem eintägigen Arbeitskampf aufgerufen.

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Nach dem Willen der Gewerkschaft sollen die Beschäftigten der zum Deutsche-Bank-Konzern gehörenden Postbank an diesem Montag streiken. Nach dem enttäuschenden Verhandlungsauftakt bei den Tarifverhandlungen Anfang des Jahres wolle Verdi nun den Druck auf die Arbeitgeberseite erhöhen, hieß es am Sonntag in einer Mitteilung.

Verdi fordert eine einmalige Kostenpauschale von 1500 Euro fürs Homeoffice-Angestellte

Verdi fordert sechs Prozent mehr Gehalt, mindestens 180 Euro. Die Ausbildungsvergütung soll um 150 Euro erhöht, Auszubildende nach Abschluss unbefristet übernommen werden. Zudem will die Gewerkschaft eine Corona-Prämie  durchsetzen. Einen Schwerpunkt bei diesen Verhandlungen nimmt für ver.di das mobile Arbeiten ein: Anspruch darauf soll es laut Forderungen für bis zu 60 Prozent der Beschäftigten geben, mit einer einmaligen Kostenerstattungspauschale für das Arbeiten im Homeoffice in Höhe von 1500 Euro.

„Diese und weitere Arbeitskampfmaßnahmen sind eine zeitnahe Antwort auf das ignorante Verhalten der Arbeitgebervertreter“, so ver.di-Verhandlungsführer Jan Duscheck. Wer effektive Gehaltsabsenkungen durchsetzen wolle, dürfe sich nun nicht über nacheinander folgende Streikmaßnahmen wundern.

Die Tarifverhandlungen begannen am 10. Januar

Verhandelt wird seit dem 10. Januar. Wegen einer aus Verdi-Sicht enttäuschenden ersten Runde gab es bei der Postbank bereits erste Warnstreiks. Für die Postbank wird wegen ihrer Tradition von Haustarifverträgen gesondert verhandelt. Zudem wird derzeit verhandelt für die rund 140.000 Beschäftigten privater Banken sowie die etwa 60 000 Beschäftigten von Landes- und Förderbanken.