Der Haupteingang zur Fabrik der Tesla Gigafactory in Grünheide 
Der Haupteingang zur Fabrik der Tesla Gigafactory in Grünheide  Patrick Pleul/dpa

Hat sich Tesla in Grünheide strafbar gemacht? Laut einem RBB-Bericht ermittelt nun die Staatsanwaltschaft Potsdam gegen den US-Elektroautohersteller. Angeblich würde das Unternehmen am Standort der Gigafactory eine Anlage ohne amtliche Genehmigung betreiben. Dabei soll es sich um ein Gefahrenstofflager handeln. Das brandenburgische Landesumweltamt soll die Anzeige gestellt haben.

Die Behörde stellte die Anzeige wegen des Verdachtes des unerlaubten Betreibens eines Gefahrenstofflagers am Tesla-Standort Grünheide. Das habe die Staatsanwaltschaft dem RBB bestätigt. Laut dem Bericht habe die Schwerpunktabteilung zur Bekämpfung der schweren Wirtschafts- und Umweltkriminalität ein Ermittlungsverfahren gegen Verantwortliche von „Tesla Manufacturing Brandenburg SE“ eingeleitet.

Weiter heißt es, dass in dem Verfahren nun geprüft werden soll, ob der US-Elektroautobauer mit dem Betrieb eines temporären Gefahrenstofflagers auf seinem Werksgelände in Grünheide gegen Gesetze verstoßen hatte. Dabei soll untersucht werden, ob seitens der Behörde der Betrieb der Anlage ausreichend genehmigt gewesen war.

Die Anzeige des Landesumweltamtes sei bereits im August bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) eingegangen. Ermittelt wird wegen des „Verdachts des unerlaubten Betreibens von Anlagen“ nach §327 Absatz 2 Strafgesetzbuch. Darum liegt die Zuständigkeit bei der Staatsanwaltschaft Potsdam, wo alle Fälle der schweren Wirtschafts- und Umweltkriminalität des Landes Brandenburg bearbeitet werden, wie ein Sprecher erklärte.

Sollte Tesla die Anlage tatsächlich unerlaubt betrieben haben, könnte dies laut Aussage der Staatsanwaltschaft mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder einer Geldstrafe geahndet werden, heißt es weiter.

Genauere Angaben zu der Anlage wurden nicht gemacht. Unklar ist auch, um welche Gefahrenstoffe dort gelagert werden. Die Staatsanwaltschaft Potsdam wollte wegen der laufenden Ermittlungen keine weiteren Angaben dazu machen.