Im Heizkraftwerk Klingenberg kam es zu einem Störfall. Berliner Zeitung/Markus Wächter

Schock für Hunderttausende Berliner am Sonntagabend: Aufgrund eines Störfalls im Heizkraftwerk Klingenberg fiel in weiten Teilen der Stadt die Fernwärmeversorgung aus. Folge: In Teilen von Lichtenberg und Treptow-Köpenick funktionieren derzeit die Heizungen nicht, es gibt kein Warmwasser.

Großflächiger Heizungsausfall im Berliner Südosten

Betroffen seien die Lichtenberger Ortsteile Friedrichsfelde, Karlshorst sowie Oberschöneweide und weitere Teile des Bezirks Treptow-Köpenick, hieß es in einer über die Warn-App „KatWarn“ verbreiteten Mitteilung der Berliner Feuerwehr. Insgesamt seien 370.000 Menschen in 90.000 Haushalten betroffen, hieß es. 

Die Bürger wurden aufgerufen, sich wegen der Störung nicht an ihren Hausmeister oder den Vermieter zu wenden, da diese nichts an der Situation ändern könnten. Zudem wurde dringend davor gewarnt, die Wohnungen mithilfe des Backofens zu beheizen oder dort gar offene Feuer zu entfachen.

Feuerwehr: Nicht mit dem Backofen heizen!

Stattdessen sollten Fenster und Türen geschlossen gehalten werden, um unnötigen Wärmeverlust zu verhindern; wenn nötig, sollten sich Betroffene mit Decken und dicker Kleidung warm halten.

Lesen Sie auch: Katastrophenschutz: Wie einst in der DDR: Berlin soll wieder Sirenen bekommen >>

Nach ersten Erkenntnissen werde die Schadensbehebung im Kraftwerk mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Danach werde es noch einige Zeit dauern, bis das Leitungsnetz wieder auf Betriebstemperatur sei, hieß es. Diese Befürchtung bestätigte sich zum Glück nicht: Schon nach kurzer Zeit teilte der Kraftwerks-Betreiber Vattenfall mit, dass der Schaden behoben sei. Noch in den Abendstunden werde die Wärmeversorgung wieder laufen.