AfD-Politiker Lars Schieske.
AfD-Politiker Lars Schieske. Imago/Christian Spicker

Am Sonntag steht im brandenburgischen Cottbus die Stichwahl um den Posten des Oberbürgermeisters an. SPD-Kandidat Tobias Schick, der im ersten Wahlgang mit 31,8 Prozent der Stimmen vorne lag, will sich gegen den AfD-Politiker Lars Schieske durchsetzen, der auf 26,4 Prozent kam. Um das noch zu drehen, will der AfD-Mann nun offenbar alle Register ziehen. In den sozialen Netzwerken tauchten Fotos eines Wahlkampfbriefes von Schieske auf, der ihm nun rechtlichen Ärger einbringen könnte.

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AfD-Wahlkampfbrief in Cottbus sorgt für Ärger

Der besagte Brief wurde an zahlreiche Haushalte in Cottbus verteilt unter anderem im Ortsteil Schmellwitz, wie ein auf Reddit geposteter Briefkopf zeigt. Darin ruft der AfD-Politiker die Leser der Briefes auf, ihn zu wählen und bemüht zunächst altbekannte Parolen wie „Altparteien“, die sich nicht um „normale Deutsche“ kümmern würden. 

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Doch ab dem zweiten Absatz wird es heftiger. Schieske hetzt offen gegen Migranten, die „immer mehr“ und „immer frecher“ würden, zudem zeichnet er ein düsteres Bild von Cottbus an dem, so seine Argumentation, die Migranten schuld seien. Seinen Kontrahenten Tobias Schick bezeichnet der AfD-Mann zudem als „Oberbürgermeister der Bonzen“. Sich selbst bezeichnet Schieske als „Kandidat aus dem Volk“.

AfD-Kandidat Schieske soll Kontakte zu rechtsextremem Verein pflegen

Schieske sitzt seit 2019 für die AfD im Brandenburger Landtag. Laut dem Tagesspiegel soll er zudem enge Kontakte zum rechtsextremistischen Verein „Zukunft Heimat“ pflegen. Der Verein organisiert zahlreiche rechtsextremistische und rassistische Events in der Region. Zu den Gründungsmitgliedern zählt auch der Chef der Brandenburger AfD-Fraktion Hans-Christoph Berndt. „Heimat Zukunft“ wird vom Verfassungsschutz als „erwiesen rechtsextremistisch“ eingestuft.

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Unabhängig von den etwaigen Verflechtungen hat der Wahlkampf-Brief Schieske nun eine Anzeige eingebracht. Die Cottbuser Stadtverordnete Barbara Domke (Grüne) hatte diese erstattet. Dem RBB teilte sie mit, dass die Polizei den Eingang der Anzeige bestätigt hatte. Sie würde nun durch den Brandenburger Staatsschutz bearbeitet.