Das Riesenrad im Spreepark wurde abgebaut, soll nun saniert werden. Foto: Kay Nietfeld/dpa

Geldsegen für den Berliner Spreepark! Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat knapp 5,9 Millionen Euro für Sanierungsprojekte im alten Freizeitpark in Berlin-Treptow bewilligt. Mit 2,88 Millionen Euro davon soll das Riesenrad restauriert werden, wie mehrere Bundestagsabgeordnete am Mittwoch mitteilten. Weitere 3 Millionen Euro sind für die Sanierung der Werkhalle sowie für die Umnutzung zu einem Kulturzentrum gedacht. Die Mittel stammen demnach aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen“. Insgesamt fließen davon rund 7,5 Millionen Euro in vier Berliner Projekte.

Spreepark soll endlich aus dem Dornröschenschlaf geweckt werden

„Trotz dieses Erfolgs für die vier Projekte und für Berlin blicke ich mit etwas Nachdenklichkeit auf die Tatsache, dass aufgrund von Formfehlern in den Anträgen der Senatsverwaltung für Inneres und Sport es elf Projekte nicht bis in die endgültige Auswahl geschafft haben“, sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete, Klaus-Dieter Gröhler. SPD-Landeschefin Franziska Giffey begrüßte die Förderung: „Der Spreepark wird endlich aus dem Dornröschenschlaf geweckt und es ist gut, dass auch Bundesmittel dafür fließen werden“, teilte sie mit.

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Der „Kulturpark Plänterwald“ war einst der einzige große Vergnügungspark im Osten. Er war 1969 zum 20. Geburtstag der DDR eröffnet worden. Nach dem Mauerfall endete der Neustart eines Rummelbetreibers mit Millioneninvestitionen im Chaos. 2001 wurde der Park geschlossen, das Gelände verfiel zusehends. 2014 kaufte der Berliner Liegenschaftsfonds den Spreepark zurück. Seitdem wird am Neustart getüftelt.

Das rote Riesenrad wurde in den vergangenen Monaten abgebaut

Das rote Riesenrad ist von der Spree aus zu sehen und wurde nach Angaben der Grün Berlin GmbH als Nachfolger einer kleineren Konstruktion noch 1989 kurz vor dem Ende der DDR aufgebaut. Schon Anfang Januar dieses Jahres haben die Abbauarbeiten des Rads begonnen. Die Teile sollen danach untersucht und ab 2023 saniert werden. Größere Teile sollen geröntgt werden. Die veranschlagten Kosten für die Sanierung: vier Millionen Euro.

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KURIER hatte erst kürzlich über die Entwicklungen im Park berichtet. Es gab in der Fan-Szene des ehemaligen Freizeitparks Befürchtungen, dass das Riesenrad nach dem Abbau nicht mehr zurückkommen könnte. Obwohl die Detail-Prüfungen noch ausstehen, erklärt die Grün Berlin GmbH dann schon vorher als gedacht, dass das Rad sanierungsfähig sei. „Sowohl das Material als auch die damalige Bauausführung sind von so guter Qualität, dass das Riesenrad die Jahre des Stillstands ungewöhnlich gut überstanden hat“, hieß es. Zur Wiedereröffnung des Parks soll sich das Rad im Jahr 2024 wieder drehen.