Ein großes Floß aus Strohballen soll die Detonationswirkung der Bombe abmildern. Foto: Julian Stähle/dpa

Die in der Potsdamer Innenstadt am Grund der Havel entdeckte Weltkriegsbombe ist kontrolliert gesprengt worden. Dies teilte die Stadtverwaltung am Freitag mit. Hinweise auf Schäden lagen zunächst nicht vor. Sprengmeister Mike Schwitzke hatte am Vormittag entschieden, dass die Fünf-Zentner-Bombe nicht entschärft werden kann, sondern am Fundort gesprengt werden muss.

Zur Dämmung der Detonation und als Schutz gegen Splitter hatte das Technische Hilfswerk ein Strohfloß über der Bombe positioniert. Insgesamt 13 000 Menschen im Sperrkreis um den Fundort hatten am Morgen ihre Wohnungen verlassen müssen. Unter anderem wurden drei Seniorenheime, fünf Kitas, der Hauptbahnhof, mehrere Museen und die Staatskanzlei geräumt und zwei Brücken über die Havel gesperrt.

Zuvor hatte sich die Sprengung der Weltkriegsbombe verzögert, weiimmer wieder Einzelne versuchten, in den Sperrkreis einzudringen, berichtete die Stadtverwaltung am Freitagnachmittag. Am Nachmittag sorgte ein schweres Gewitter über Potsdam für weitere Verzögerungen.

 Taucher brachten an Bombe eine Sprengladung an. Zur Dämmung der Detonation und als Schutz gegen Splitter wurde vom Technischen Hilfswerk ein sieben mal sieben Meter großes Strohfloß über der Bombe positioniert.