Beim großen Blackout in Köpenick im Jahr 2019 gab es über Tage keinen Strom. Foto: dpa/Jörg Carstensen

In Berlin fällt durchschnittlich mehr als einmal pro Tag der Strom länger als fünf Minuten aus. Das geht aus einer noch unveröffentlichten Antwort der Wirtschaftsverwaltung auf eine parlamentarische Anfrage des Abgeordneten Marcel Luthe (Freie Wähler) hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

So viele Stromausfälle gibt es jedes Jahr in Berlin

Demnach wurden im Vorjahr 468 „Versorgungsunterbrechungen“ mit mehr als 100 betroffenen Haushalten und einer Dauer von mehr als fünf Minuten registriert. In den Jahren zuvor waren es 478 (2019), 576 (2018) beziehungsweise 458 (2017). Der Durchschnitt der letzten neun Jahre liegt bei 462 Ausfällen. Im ersten Halbjahr diesen Jahres fiel die Stromversorgung 225-mal aus.

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Die Dauer der Stromausfälle schwankt laut Statistik stark. 2020 lag der Maximalwert in einem Fall bei 1527 Minuten, also gut 25 Stunden. Noch länger, nämlich rund 31 Stunden, blieb der Strom 2019 nach der Beschädigung zweier Starkstromleitungen im Stadtteil Köpenick weg - ein Rekord in der jüngeren Vergangenheit.