Zehntausende Teilnehmer erwartet
Sonntag: Fahrrad-Sternfahrt in Berlin – Innenstadt dicht
Hier sehen Sie, welche Straßen gesperrt sind und wo die Rad-Demos langkommen.

Sonnenschein und warme, aber nicht zu hohe Temperaturen sind angesagt. Die Straßen werden eigens gesperrt, sogar zwei Autobahnen sind den Radfahrern an diesem Sonntag vorbehalten. Der ADFC ruft am 4. Juni zur größten Rad-Demo der Stadt. Hier finden Sie alle Routen der Radfahrer.
Zehntausende Radfahrer auf den Straßen in Berlin
Zur traditionellen Fahrrad-Sternfahrt durch Berlin erwarten Veranstalter und Polizei auch in diesem Jahr wieder mehr als zehntausend Menschen. Das Motto der Demonstration des Fahrradclubs ADFC lautet am Sonntag: „Viva la RADvolution“. Der ADFC will sich mit der Sternfahrt, die über zahlreiche Routen von den Außenbezirken in die Berliner Innenstadt führt, für eine „Verkehrswende“ starkmachen. „Wir setzen uns dafür ein, dass in Berlin jeden Tag, 365 Tage im Jahr, angstfreies Radfahren möglich wird.“ Fahrradfahren soll „für alle bequem, komfortabel und sicher“ sein.
Sonntagvormittag ist die City in Berlin dicht
In den früheren Jahren waren zwischen 10.000 und 20.000 Radfahrer dabei. Wegen der vielen Straßensperren müssen Autofahrer am Sonntag besonders am Vormittag und Mittag große Umleitungen in Kauf nehmen. Ab Nachmittag dürften die Strecken wieder frei sein. Die Verkehrsinformationszentrale rät üblicherweise, statt des Autos lieber S-Bahnen und U-Bahnen zu nutzen.
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Auf zahlreichen Strecken fahren die Radfahrer ab dem frühen Sonntagmorgen vor allem aus Brandenburg und vom Berliner Stadtrand bis zum Großen Stern. Manche Startpunkte liegen weit entfernt von Berlin, etwa Leipzig, wo es um kurz nach Mitternacht losgeht, oder Frankfurt (Oder), wo der Start in den frühen Morgenstunden ist. Am Nachmittag ab 14.00 Uhr sind am Großen Stern eine Abschlusskundgebung und ein Straßenfest geplant.
Von Stettin (Szczecin) ist ab Samstagabend eine Nachttour geplant. Bereits seit Donnerstagmorgen ist eine Gruppe Radfahrer aus dem niedersächsischen Melle Richtung Berlin unterwegs.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können überall auch zwischendurch auf die Strecken fahren und sich anschließen. Für Kinder und Eltern gibt es kürzere Kinderrouten. Eine startet an der Jannowitzbrücke, die andere am Heidelberger Platz.
An zwei längeren Stellen fahren Tausende Menschen mit ihren Rändern auch über die gesperrte Stadtautobahn, auf der Avus durch den Grunewald und auf dem Südring von Neukölln bis Charlottenburg.
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„Wir fahren auf der Autobahn, um ein sichtbares Zeichen zu setzen, dass Radfahrerinnen und Radfahrer in Berlin gleichberechtigte Verkehrsteilnehmende sind“, sagte der ADFC-Sprecher. „Wir nehmen also einmal im Jahr für zwei Stunden den Platz ein, den der Kfz-Verkehr die restlichen 364 Tage und 22 Stunden hat.“
Im Fokus des Protests stehe insbesondere der Schutz von Radfahrern, so Sprecher Karl Grünberg zum RBB. „Wir wollen Schulstraßen, geschützte Fahrradwege und verkehrsberuhigte Kieze.“ All das werde durch das jetzige Straßenverkehrsgesetz behindert, da es komplizierte Prüfverfahren vorgebe, die erst nach Jahren abgeschlossen würden.