Die befürchtete Explosion der Corona-Fallzahlen an den Berlin Schulen  ist ausgeblieben.  dpa

In den Berliner Schulen lief die erste Woche vergleichsweise ruhig an. Bisher ist eine Schule im Berliner Stufenplan auf Gelb gestellt, das zeigen die heute veröffentlichen frischen Zahlen der Senatsbildungsverwaltung.  Stufe Gelb bedeutet gemäß Stufenplan, dass alle Schüler der betroffenen Schule im Wechselunterricht beschult werden.

23 Lerngruppen in Berlin geschlossen, davon 6 in Friedrichshain-Kreuzberg 

23 Lerngruppen sind berlinweit derzeit geschlossen. In Friedrichshain-Kreuzberg, Neukölln und Reinickendorf wurden in der ersten Wochen nach den Ferien die meisten Schüler mit einem positiven PCR-Test gezählt. Insgesamt sind mit dem Stand heute (7.1.)  insgesamt 2.152  Coronafälle unter  Schülern bekannt. Das sind 0,639 % der Berliner Schüler. Dazu kommen 332 Lehrkräfte mit positivem Test. Die Berufsschulen sind hier nicht eingerechnet.

Vor Weihnachten mehr positive PCR-Tests

Vor Weihnachten gab es an den allgemeinbildenden Schulen an fünf Tagen hintereinander 3475 positive PCR-Tests. Drei Schulen standen auf Stufe Gelb. 87 Lerngruppen waren mit Stichtag 17.Dezember geschlossen.

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Auch in Brandenburgs Schulen ist nach Darstellung von Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) nach den Weihnachtsferien der Unterricht planmäßig angelaufen. Die Krankheitsquote bei den Lehrkräften habe sich mit 12 bis 13 Prozent gegenüber Dezember nicht erhöht, sagte sie im Bildungsausschuss des Landtags. Bis zu einer Krankheitsquote von 20 Prozent könnten die Schulen den Unterricht mit eigenen Mitteln aufrechterhalten. Ernst betonte, dass die Schulen seit den Sommerferien im Präsenzunterricht offen seien.

Präsenzpflicht bleibt in Brandenburg ausgesetzt 

Die Präsenzpflicht für die Schüler zahlreicher Jahrgangsstufen soll in Brandenburg bis mindestens zu den Winterferien ausgesetzt bleiben. Dies werde von 2,5 bis 5 Prozent der Familien dazu genutzt, die Kinder zuhause zu lassen. In Berlin gilt an den Schulen Präsenzpflicht.

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In den Brandeburger Kitas sollen die Kinder ab einem Jahr künftig zwei Mal pro Woche auf das Coronavirus getestet werden. Dies solle kommende Woche in der Eindämmungsverordnung verankert werden, so Ernst. Dazu müsse mit Kommunen und Trägern aber noch eine Einigung über die Beschaffung und Finanzierung der Tests erzielt werden. Daher sei noch nicht absehbar, wann die Tests für die Kleinsten starten können. Die Testkits sollen von Kommunen und Trägern dezentral beschafft und die Kosten vom Land erstattet werden.

Fünf Tests pro Woche in Brandenburg

Schüler und Schülerinnen müssen sich seit dem 15. November drei Mal pro Woche vor dem Schulbesuch selbst testen. Nach den Winterferien soll ab Mitte Februar die Frequenz der Tests auf fünf Mal pro Woche erhöht werden.

In Berlin ist das längst Usus. Hier machen die Kinder im Normalfall ebenfalls drei Mal in der Woche einen Test in der Schule. Nach den Weihnachtsferien waren die Berliner Kinder und Jugendlichen mit fünf Tests in der ersten Woche gestartet.

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Auch wenn es mindestens zwei  positive PCR-bestätigte Fälle in einer Klasse gibt, wird die restliche Klasse und auch die Lehrer und Erzieher in den Klassen daraufhin für eine Woche täglich getestet, um Infektionsketten zu entdecken. Eine gute Nachricht sei, dass eine Abfrage unter dem gesamten Schulpersonal ergeben habe, dass rund 90,5 Prozent aller dort Beschäftigten geimpft und knapp drei Prozent genesen sind, bei Lehrkräften ist die Impfquote sogar noch deutlich höher, so die Berliner Schulsenatorin Astrid-Sabine Busse.