Jürgen Zoltowski (r.) von den  Maltesern in  Trier verlädt mit einem LKW-Fahrer eine Feldküche in einen LKW, der mit weiteren Hilfsgütern wie Feldküchen und medizinischem Material der Caritas-Werkstätten in die Ukraine gebracht wird. dpa

Die Not ist ihr Alltag. Auch in der Ukraine bereiten sich Hilfsorganisationen darauf vor,  den Menschen vor Ort, aber auch in den Nachbarländern der Ukraine zu helfen. Die Hilfsorganisationen im Bündnis „Aktion Deutschland Hilft“ bereiten Einsätze vor, Nothilfe-Teams stehen bereit. Die medizinische Versorgung und Betreuung von Geflüchteten in der Ukraine und Nachbarländern stehen zunächst im Fokus.

Bereits seit den 1990er Jahren engagieren sich Hilfsorganisationen aus dem Bündnis „Aktion Deutschland Hilft“ für notleidende Menschen in der Ukraine. Seit der Krimkrise 2014 herrscht dort der Ausnahmezustand. Vor allem im Osten leiden die Menschen im Land unter der humanitären Krisenlage. „Aktion Deutschland Hilft“ ruft den gemeinsamen Einsatzfall aus und bittet um Spenden für die Betroffenen des Krieges.

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Dem Medikamentenhilfswerk action medor liegen außerdem Hilfeersuche von ukrainischen Krankenhäusern vor, die um Unterstützung bei der Versorgung von verletzten Soldaten und Soldatinnen und der Zivilbevölkerung bitten. Ein Partnerkrankenhaus in Ternopil berichtet von Explosionen in der Nähe des Flughafens. action medeor hat daher damit begonnen, erste Hilfslieferungen für medizinische Einrichtungen in der Ukraine zusammenzustellen.

Hilfsorganisationen des Aktionsbündnis Deutschland hilft

Die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST) und ihre Partnerorganisation IsraAID Germany führen seit Mitte Januar in der Konfliktzone im Osten der Ukraine sowie in Kiew mit der dort lebenden jüdischen Gemeinschaft von Binnenvertriebenen aus dem Donbass ein Hilfsprojekt durch. Die Ausweitung der Hilfe wird aktuell geprüft.

Die humanitäre Lage ist nach den ersten Angriffen noch nicht vollständig zu überblicken. Der Großteil der Bündnisorganisationen von „Aktion Deutschland Hilft“ ist durch eigene Länderbüros und lokale Partner bereits seit Jahren in der Ukraine mit Hilfsprogrammen vertreten. Sie stehen den Betroffenen zur Seite und können schnell Hilfe leisten.

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Hilfsorganisationen wie der Arbeiter-Samariter-Bund, die Organisation Help - Hilfe zur Selbsthilfe, ADRA, Malteser International, die Johanniter und Care stehen im engen Austausch mit ihren Länderbüros oder lokalen Partnernetzwerken. Die humanitäre Lage wird sondiert und mögliche Nothilfeeinsätze in der Ukraine und - für den Fall, dass es zu größeren Fluchtbewegungen kommt - auch in den Nachbarländern geplant. Auch Nothilfe-Teams von World Vision stehen für einen Einsatz bereit, um bei Bedarf gemeinsam mit Partnern Binnenflüchtlingen in der Ukraine zu helfen.

Auch in Berlin bittet der Bezirk Mitte um Spenden

Anlässlich der aktuellen Situation in der Ukraine ruft das Bezirksamt Mitte dazu auf, die einschlägigen Hilfsorganisationen mit Geld und Sachleistungen zu unterstützen. Es hat dazu auch einen entsprechenden Appell im internen Beschäftigtenportal veröffentlicht, auf das die mehr als 3000 Beschäftigten des Bezirksamts Mitte Zugriff haben, heißt es in einer Mitteilung.

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So habe unter anderem das Deutsche Rote Kreuz (DRK) seine Hilfe in der Ukraine ausgeweitet, weil die Kampfhandlungen die Zivilbevölkerung und deren grundlegende Versorgung gefährdeten. Mit Spendengeldern sollen besonders verletzliche Menschen dabei unterstützt werden, Lebensmittel, Medikamente oder andere lebenswichtige Dinge kaufen zu können. Mit dieser Aktion will Mitte gemeinsam mit anderen Städten und Kommunen ein Zeichen der Solidarität und für den gemeinsamen Wunsch nach Frieden und Zusammenhalt in Europa setzen.

„Die Ereignisse in der Ukraine machen uns fassungslos. Der russische Angriff verdeutlicht uns auf erschütternde Weise, wie schnell der sicher geglaubte Frieden in Europa kriegerischen und völkerrechtswidrigen Handlungen zum Opfer fallen kann. Der Bezirk Mitte, in dem Menschen aus weit mehr als 100 Nationen ihre Heimat haben, steht für Frieden, Freiheit und Toleranz – überall, für alle Menschen. Wir hoffen, dass wir mit Spenden und unserer Solidarität wenigstens einen kleinen Teil dazu beitragen können, das Leid der Betroffenen zu lindern”, sagte Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel.

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Das Bezirksamt Mitte ist Mitglied im Netzwerk „Mayors for Peace“, dem weltweit mehr als 8000 Städte angehören, darunter mehr als 700 Städte in Deutschland. Berlin ist seit 1989 Mitglied des Netzwerkes. Auch in der Ukraine und in Russland gehören Städte wie Kiew und Moskau dieser Vereinigung an.

Lobetaler helfen schon seit 24 Jahren in der Ukraine

Die Ukraine Hilfe Lobetal mit Sitz im Barnim unterstützt die Menschen in der Ukraine seit 24 Jahren mit Sachgütern und Geld. An Sachspenden werden Kinder-Schuhe, Spielzeug und Betten gesammelt, außerdem alles für Kranke und deren Pflege und alles, was Menschen zum Leben brauchen.

Ukrainehilfe in Berlin 

Mit medizinischer und humanitärer Hilfe engagiert sich auch die Ukraine-Hilfe Berlin. Hier haben sich in Deutschland lebende Ukrainer zusammengeschlossen, um den Menschen in der Ukraine zu helfen.

Hier können Sie spenden

„Aktion Deutschland Hilft“, das Bündnis deutscher Hilfsorganisationen

Spenden-Stichwort: Ukraine IBAN: DE62 3702 0500 0000 1020 30 (Bank für Sozialwirtschaft)

Spendenhotline: 0900 55 102030 (kostenfrei aus dem dt. Festnetz, Mobilfunk höher)

Deutsches Rotes Kreuz

IBAN: DE63370205000005023307 BIC: BFSWDE33XXX, Stichwort: Nothilfe Ukraine

action medeor

DE78 3205 0000 0000 0099 93, bei der Sparkasse Krefeld, Stichwort „Ukraine“

UNICEF Deutschland - Hilfe für Kinder in der Ukraine

Bank für Sozialwirtschaft Köln IBAN DE57 3702 0500 0000 3000 00, BIC BFSWDE33XXX

Ärzte ohne Grenzen e.V.

IBAN: DE72 3702 0500 0009 7097 00,  SWIFT-BIC: BFSWDE33XXX, Bank für Sozialwirtschaft
Konto: 97 0 97 BLZ: 370 205 00

Caritas international

IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02 , BIC: BFSWDE33KRL, Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe