Die Polizei überwacht die Einhaltung der Feuerwerk-Verbotszonen – hier am Alexanderplatz.  dpa/n Autor/Redakteur

Bis 1 Uhr am Morgen Uhr lief die Silvesternacht in Berlin entgegen aller Befürchtungen ohne größere Vorkommnisse. Nach Einschätzung eines Polizeisprechers war der Abend „weitestgehend ruhig“. Die Polizei war mit zusätzlichen 1600 Kräften im Einsatz, wie Polizeisprecher Thilo Cablitz mitteilte. Zusammen mit den etwa 900 Kräften im regulären Dienst waren also etwa 2500 Kräfte in Berlin unterwegs.

Bis auf wenige Menschenansammlungen gab es bis zum frühen Morgen aber keine ernsthaften Probleme. Berlinweit mussten laut Polizei „ein paar wenige Erlebnissuchende ihre Schreckschusswaffen abgeben“. Auch das Unfallkrankenhaus Berlin meldete, dass der Silvestertag entspannt gelaufen sei – „ein ganz normaler Abend“.

Dabei hatten sich ungeachtet coronabedingter Einschränkungen Polizei und Feuerwehr auf eine herausfordernde Silvesternacht eingestellt. Polizeipräsidentin Barbara Slowik betonte im RBB-Inforadio, Feuerwerksverbote in insgesamt 56 Zonen sowie coronabedingte Ansammlungsverbote sollten durchgesetzt werden. Ein weiterer Fokus lag auf unangemeldeten Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen. 

Man habe in den vergangene Wochen Erfahrungen mit sogenannten Spaziergängen sammeln können, so die Polizeipräsidentin. „Durch stete Präsenz und ganz konsequentes Vorgehen konnten wir das absolut im Rahmen halten und haben auch keine schweren gewalttätigen Ausschreitungen bisher sehen müssen. Ich befürchte das auch heute Abend nicht“, sagte Slowik und behielt recht. 

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Etwa 60 bis 70 Menschen waren nach Polizeiangaben am Freitagnachmittag einem Aufruf gefolgt und protestierten in Friedrichshain-Kreuzberg am Moritzplatz friedlich gegen die Corona-Maßnahmen. Auch ein Autokorso blieb nach Angaben der Polizei störungsfrei. 

Versammlungs- und Feuerwerksverbot an 53 Orten

Laut Corona-Schutzmaßnahmen des Senats galt an 53 Orten in Berlin ein Versammlungs- und Feuerwerksverbot, dazu gehören etwa der Potsdamer Platz, das Kottbusser Tor und der Breitscheidplatz. Zudem gab es drei Pyroverbotszonen, in denen auch das Mitführen von Feuerwerk untersagt ist. Dazu gehörten der Alexanderplatz sowie die Gebiete um die Schöneberger Pallasstraße und die Haftanstalt Moabit.

Wie im Vorjahr durften bundesweit keine Feuerwerkskörper verkauft werden. Ziel war es, Rettungsdienste und Krankenhäuser, die in der Corona-Krise ohnehin am Limit arbeiten, zu entlasten. Am Nachmittag sprach Polizeisprecher Cablitz bereits von einem „sehr ruhigen Straßenbild“.

Das Brandenburger Tor ist abgesperrt.  AP/Markus Schreiber

ZDF-Silvestershow am Brandenburger Tor

Am Brandenburger Tor, wo normalerweise Deutschlands größte Silvesterparty steigt, veranstaltete das ZDF wieder seine Silvestershow. Die Künstler traten vor historischer Kulisse live auf – allerdings ohne Publikum. Statt eines Höhenfeuerwerks gab es ein Bühnenfeuerwerk. Das Areal war weiträumig abgesperrt, Schaulustige hatten kaum Chancen, in die Nähe des Areals zu kommen. Es versuchten einige wenige. Die Polizei schritt ein. 

Mit einem Bühnen-Feuerwerk am Brandenburger Tor wurde das neue JAhr begrüßt.  dpa/Christophe Gateau

In der Nacht sollte es laut Deutschem Wetterdienst recht ungemütlich werden: Bei ungewöhnlich milden Temperaturen wurden starke Windböen und Regen erwartet.