Siegessäule im Tiergarten.
Siegessäule im Tiergarten. dpa/Annette Riedl

Der Berliner Tiergarten hat ein Problem mit dem Müll und der Naturzerstörung an Sex-Treffpunkten schwuler Männer. Das Bezirksamt Mitte will aufräumen und eine Aufklärungskampagne in der Schwulenszene starten. Es gehe um „zertretene Grünanlagen und achtlos weggeworfene Hinterlassenschaften, die zum Teil von Cruisern stammen“, teilte Umwelt-Stadträtin Almut Neumann (Grüne) am Montag mit. „Cruisen“ bedeutet in der Schwulenszene die Suche nach einem spontanen Sexualpartner.

Teile des Tiergartens westlich der Siegessäule gelten schon seit Jahrzehnten als sogenanntes Cruising-Gebiet, in manchen Ecken sind auch viele männliche Prostituierte unterwegs. Auf Internetportalen wird die Gegend angepriesen.

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„Für das Straßen- und Grünflächenamt Mitte sind diese Verunreinigungen und die Zerstörungen der Vegetation nur schwer in den Griff zu bekommen“, teilte der Bezirk weiter mit. „Die dortigen Zustände sind immer wieder Anlass für Beschwerden.“ Am Samstag (29. Oktober 2022, 13 bis 15 Uhr) lädt das Grünflächenamt daher freiwillige Helfer zu einer „gemeinsamen Aufräum-Aktion“ zum Müllsammeln am Bremer Weg nahe der Straße des 17. Juni ein. Beteiligt daran ist das schwule Anti-Gewalt-Projekt Maneo.

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Der Bezirk, Maneo und weitere Gruppen wollen nun Lösungen für mehr Rücksichtnahme finden, „ohne die verschiedenen Gruppen, die sich im Großen Tiergarten aufhalten, zu stigmatisieren oder auszugrenzen“. Es gehe um den Schutz der Natur.