Sandra Scheeres (SPD) hat für die Zeit nach den Herbstferien ein Ampelsystem eingeführt, um der Corona-Lage Herr zu werden. Foto: Foto: Imago Images/Christian Ditsch

Berlin - Die Bildungsverwaltung plant trotz steigender Corona-Infektionszahlen vorerst keine Ausweitung der Maskenpflicht in den allgemeinbildenden Schulen auf den Unterricht. Das sagte ein Sprecher am Freitag, nachdem Baden-Württemberg einen solchen Schritt für alle weiterführenden Schulen angekündigt hatte. 

Derzeit gilt Maskenpflicht an Schulen auf Gängen oder in der Toilette, nicht jedoch im Klassenraum oder auf dem Schulhof. Allein für Berliner Berufsschüler in dualer Ausbildung werde nach den Herbstferien ab übernächste Woche eine Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung auch im Unterricht gelten.

Neuer Stufenplan

Für die allgemeinbildenden Schulen setzt die Bildungsverwaltung den Angaben zufolge auf einen kürzlich angekündigten Stufenplan, der einem Ampelsystem gleicht: Je nach Zahl der Infektionen wird für jede Schule eine von vier Stufen (grün, gelb, orange und rot) festgelegt. Das kann dann an einzelnen Schulen etwa strengere Hygienevorkehrungen bis hin zu einer Maskenpflicht im Unterricht nach sich ziehen, Einschränkungen für gemischte Lerngruppen oder eine Kombination von Schul- und Heimunterricht.

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Für jede Schule sollen die Behörden einmal pro Woche individuell prüfen und entscheiden. Dieses Verfahren tritt am 29. Oktober in Kraft.

Maskenpflicht ab Stufe Gelb

Schon bei der zweitniedrigsten Stufe (gelb) gilt für die Oberstufe an allgemeinbildenden Schulen eine Maskenpflicht, machte der Sprecher der Bildungsverwaltung deutlich.

„Das Infektionsgeschehen wird ständig beobachtet und die Maßnahmen angepasst“, sagte der Sprecher der Bildungsverwaltung. Auch der Musterhygieneplan für die Schulen sei fortgeschrieben worden.