Auch Elefanten gucken im Berliner Zoo: Für Besucher soll auch hier die 2G-Regel fallen. Pressefoto Wagner

Nicht nur Geimpfte und Genesene sollen Zutritt bekommen: Berlin will die 2G-Regel nicht nur für den Einzelhandel, sondern auch für Museen, Galerien und Gedenkstätten aufheben. Das kündigte Gesundheitssenatorin Ulrike Gote (Grüne) am Montag im Gesundheitsausschuss des Abgeordnetenhauses an. Das solle auch für den Zoologischen Garten einschließlich des Aquariums, den Tierpark, den Botanischen Garten und für touristische Angebote gelten. Über den Änderungsentwurf soll bei der Senatssitzung am Dienstag abgestimmt werden.

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Statt der 2G-Regel, mit der nur Geimpfte und Genesene Zutritt zu vielen Geschäften haben, soll künftig eine FFP2-Maskenpflicht gelten. „Wir werden die Aufhebung der 2G-Bedingungen bei touristischen Angeboten und Einführung einer FFP2-Maskenpflicht analog wie im Einzelhandel diskutieren und wahrscheinlich beschließen“, sagte Gote. „Bei den touristischen Angeboten geht es um Ausflugsfahrten, Stadtrundfahrten, Schiffsausflüge.“ Lockerungen bei den Zugangsbeschränkungen für die Gastronomie seien dagegen noch nicht vorgesehen.

Gesundheitssenatorin: Berlin hat den Höhepunkt der aktuellen Corona-Welle hinter sich

Gote kündigte an, der Senat werde sich außerdem damit befassen, wie die nächsten Schritte sein könnten. „Dazu werden wir Expertinnen und Experten hören und eine gemeinsame Diskussion führen.“

Nach Einschätzung von Gesundheitssenatorin Ulrike Gote (Grüne) hat Berlin den Höhepunkt der aktuellen Corona-Welle hinter sich. Nach wie vor seien rund 200 Corona-Patienten auf den Intensivstationen der Berliner Krankenhäuser. Auch die Hospitalisierungsinzidenz, die angibt, wie viele von 100.000 Menschen binnen einer Woche wegen Corona ins Krankenhaus mussten, bleibe hoch, sagte Gote am Montag im Gesundheitsausschuss des Abgeordnetenhauses.

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Berlins grüne Gesundheitssenatorin Ulrike Gote dpa/Anette Riedl

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Die Sieben-Tage-Inzidenz sei aber über das Wochenende wie an den Tagen davor leicht gesunken. „Ich denke, dass wir jetzt schon sehr sicher sagen können, dass wir hier in Berlin über den Scheitel der Omikron-Welle hinaus sind“, sagte Gote. „Dass die Zahlen zuverlässig weiter runtergehen, wahrscheinlich auch recht schnell.“

Die Impfzahlen in Berlin sind rückläufig

Angesichts dieser Entwicklung sei die Überlegung richtig, was die nächsten Schritte seien. „Welche Maßnahmen brauchen wir noch, wo müssen wir umsteuern, und wie wird es in der nächsten Zeit weitergehen?“ Darüber soll bei der Senatssitzung am Dienstag beraten und zusammen mit Expertinnen und Experten diskutiert werden.

Bei der Impfkampagne gebe es in Berlin eine Verschlechterung des Trends, sagte Gote. „Wir sehen, dass die Impfzahlen rückläufig sind, sowohl bei unseren Impfstellen wie auch in der letzten Woche bei den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten.“ Das gelte nicht so stark für das Boostern. „Aber die Zahl der Erstimpfungen sind sehr gering, die wir erreichen.“ Auch in den nächsten Monaten und über den Sommer müsse das Augenmerk darauf gerichtet sein, die Personen zu erreichen, die sich jetzt noch nicht impfen lassen wollen oder konnten.