DAs Coronavirus.  Foto: imago images/MiS

Jetzt ist es passiert. Das mutierte Coronavirus hat Berlin erreicht.

„In Berlin ist der erste positive Fall der UK-Variante des neuartigen Coronavirus bestätigt worden“, teilte die Senatsgesundheitsverwaltung am Freitag  mit. Die betroffene Person und weitere erkrankte Kontaktpersonen seien inzwischen wieder genesen.

Offenbar wurde das Virus durch einen vorherigen Aufenthalt in Großbritannien nach Berlin gebracht.

Die Behörden gehen jetzt dem Verdacht nach, dass vor der Isolierung des so genannten „Index-Falls“ zwei weitere Kontaktpersonen gegeben haben könnte.

Das veränderte Coronavirus gilt als hochansteckend, aggressiv und breitet sich offenbar deutlich schneller aus als die bisherigen Varianten. Um mindestens 50 Prozent zügiger stieg die Zahl der Infizierten in vielen betroffenen Regionen. Was droht uns jetzt in Berlin? Im Großraum London hat das mutierte Virus zu einer Inzidenz von mehr als 1400 geführt. Die meisten Neuinfizierten tragen dort diese Variante in sich.

Die Briten können das so genau beobachten, weil sie umfangreich die Veränderungen des Coronavirus überwachen. So wird etwa jeder 15. positive Corona-Test einer so genannten Genom-Sequenzierung unterzogen, der Mutationen erkennbar macht. In Deutschland wird diese Analyse nur in jedem 900. Fall vorgenommen.