Noch härtere Einschränkungen drohen Berlinern mit der Entscheidung des Senats, deren Bewegungsradius einzuschränken. Foto: dpa/Kay Nietfeld

Noch bevor Berlin offiziell die Schwelle von 200 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner erreicht hat, macht der Senat ernst: Auf Berliner kommen neue, drastische Beschränkungen des öffentlichen Lebens zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu.

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Konkret geht es um eine neue Regel zur Einschränkung der Bewegungsfreiheit auf einen Radius von 15 Kilometern ab der Stadtgrenze. In Brandenburg und anderen Bundesländern gilt die neue Regel schon. In Berlin erreicht die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz mit über 190 noch nicht ganz an die dafür notwendige Schwelle von 200 heran. Angesichts der weiterhin großen Zahl von Corona-Neuinfektionen wird Berlin sie wohl dennoch ebenfalls einführen. Wie das konkret aussehen soll, entscheidet der Senat am Dienstag. Angesetzt ist eine Pressekonferenz für 13 Uhr.

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Für Bewohner von Brandenburger Corona-Hotspots sind touristische Reisen und Sport außerhalb eines Radius von 15 Kilometern um ihren Landkreis oder ihre kreisfreie Stadt seit Sonnabend untersagt. Das gilt bei mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Der Weg zur Arbeit, Einkäufe und Arztbesuche bleiben erlaubt. Die Regelung geht auf eine Vereinbarung von Bund und Ländern zur Verlängerung des Lockdowns in der Vorwoche zurück.

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Im Gespräch sind dem Vernehmen nach auch mehr Ausnahmen bei den strikten Kontaktbeschränkungen. Seit Sonntag sind private Zusammenkünfte in Berlin nur noch im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person gestattet. Ist diese Person alleinerziehend, werden deren Kinder nicht mitgezählt. Geprüft wird nun, ob die Kinderregelung erweitert wird.